NAMEN & NOTIZEN Wer sich spät nachts herumtreibt und was mit Toten geschehen kann, wenn sie die Steuern nicht bezahlt haben.

Anlässlich eines Mediengesprächs im Regionalen Leistungszentrum Ost (RLZO) in Wil schwärmte Willi Aurich, der Präsident des Trägervereins RLZ, von seiner neuen Trainercrew: «Unser Trainerteam ist eine Bombe. Jetzt muss es nur noch zünden.»

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Anlässlich eines Mediengesprächs im Regionalen Leistungszentrum Ost (RLZO) in Wil schwärmte Willi Aurich, der Präsident des Trägervereins RLZ, von seiner neuen Trainercrew: «Unser Trainerteam ist eine Bombe. Jetzt muss es nur noch zünden.»

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Ein 19-Jähriger musste sich diese Woche vor dem Kreisgericht Wil wegen bewaffneten Raubes, Drogendelikten und eines Selbstunfalls mit dem Auto seines Vaters verantworten. Die Überfälle und der Unfall ereigneten sich in Wil und Bronschhofen, jeweils morgens um drei Uhr. Nach der Urteilsverkündung – der junge Mann wurde zu zwei Jahren bedingt verurteilt – sagte der Richter, er selbst sei auch ein Nachtmensch und wisse, was am Morgen um drei Uhr auf der Gasse und im Zug abgehe. Und eines habe sich wieder einmal gezeigt: «Nachts um drei Uhr ist die Stunde der Idioten.»

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Das war ein launiger Wortwechsel. An der Versammlung der Katholischen Kirchgemeinde Sirnach beklagte sich am Mittwochabend ein Votant, dass bei Beerdigungen in Sirnach die Lautsprecheranlage mal aufgestellt sei, mal nicht. Es käme ihm vor, als ob jemand beerdigt werden würde, der keine Kirchensteuer bezahlt habe. Präsident Alex Frei entgegnete: «Beerdigungen sind Sache der Politischen Gemeinde. Wenn der Mann schon keine Steuern gezahlt hat, dann waren es wohl die Gemeinde- und nicht die Kirchensteuern.»

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Schülerzahlen sind selten stabil. Geburtenstarke und geburtenschwache Jahrgänge machen die Klassenplanung nicht immer einfach. Beispiel Schulgemeinde Kirchberg: An der Vorversammlung zeigte Schulratspräsident Alfons Schönenberger ein Balkendiagramm mit den aktuellen Schülerzahlen. Derzeit besuchen 79 Schülerinnen und Schüler das vierte Schuljahr; im zweiten sind es exakt 30 mehr. Schönenberger mutmasste: «War da gerade keine Fussball-WM oder gab es einen Stromausfall?» Das Publikum lachte – ob es an den Stromausfall vor acht Jahren zurückdachte?

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Eine Medaille hat bekanntlich zwei Seiten. Das musste auch Erika Häusermann (GLP, Wil) feststellen. Die Staatsrechnung 2012 weist ein Defizit von «nur» 5,3 Mio. Franken aus und schliesst um 23 Mio. Franken besser ab als budgetiert. «Das ist erfreulich, was die eine Seite der Medaille betrifft», sagt die Chefin der GLP/BDP-Fraktion im Kantonsrat. Auf der anderen Seite der Medaille sei allerdings zu lesen: «Das Eigenkapital des Kantons St. Gallen ist vergangenes Jahr um 244 Mio. Franken geschrumpft. Das heisst: Seit Ende 2009 hat der Kanton die Hälfte seines Eigenkapitals, nämlich rund 750 Mio. Franken, aufgebraucht.» (red.)

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