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Nacht der Taktik und des Glücks

Bereits zum elften Mal waren am Samstag im Flawiler Lindensaal dem Spielerischen fast keine Grenzen gesetzt. Die Flawiler Spielenacht lockte auch in diesem Jahr Hunderte zum ludophilen Zeitvertreib an.
Christof Lampart
Die Spieltische waren im Nu besetzt. Gross und klein liessen sich begeistern. (Bilder: Christof Lampart)

Die Spieltische waren im Nu besetzt. Gross und klein liessen sich begeistern. (Bilder: Christof Lampart)

Es war wie immer. Und doch ganz anders. Denn wer spielt, weiss um den Zauber des geselligen Tuns. Denn völlig egal, ob man ein Spiel erst einmal oder bereits schon unzählige Male gespielt hat – es ist nie gleich. Es ist wie ein Theaterstück, dessen Inhalt zwar jeder zumindest rudimentär kennt, doch die Inszenierung ist jedes Mal eine andere. Die Tagesform ist schwankend, die Zahl und Verfassung der Mitspieler stets anders. Und dann ist da auch das Glück, das, anders als im Beruf, hier nicht immer dem Tüchtigen sich zuneigt.

Mehr Erwachsene bitte!

«Glück» hatte an diesem Abend, wer früh in den Lindensaal gekommen war, denn das herbstliche Wetter hatte viele dort hingelockt und die Spieltische im Nu gefüllt. Über 30 ebenso freundliche wie umtriebige Helferinnen und Helfer taten dabei das Ihrige, um die Spielratten möglichst viele «Inszenierungen» erleben zu lassen. Tatsächlich liegt die Stärke der Flawiler Spielenacht darin, dass die Spieleerklärerinnen und -erklärer, die jeweils fixen Tischen mit drei bis fünf Spielen zugeordnet sind, diese wenigen Spiele in- und auswendig kennen. Somit wird man als erwartungsfreudige Spielernatur nicht nur schnell, sondern auch überaus kompetent ins Spiel eingeführt, was zum einen den Spielgenuss erhöht und zum anderen brillantere Taktiken und tiefgründigere Spielstrategien ermöglicht. Denn wer des Öfteren zu Würfel, Karten und Pöppel greift, weiss: Nichts ist ärgerlicher als ein Spiel, dessen wichtigste Regel aus Schlamperei oder Unkenntnis des Erklärers vergessen ging. Diese «Gefahr» bestand an der elften Flawiler Spielenacht, die seit ihrem Anbeginn von der Flawiler Ludothek umsichtig organisiert wird, mitnichten. Es war vielmehr wieder einmal alles angerichtet, um sich hemmungslos der schönsten Nebensache der Welt hinzugeben. Wobei es bei dem Eifer, den viele an den Tag legten, schon fast zweifelhaft schien, ob es sich dabei noch um eine Nebensache handelte. Schön war auch, dass die «Ludo»-Damen bei der Spielauswahl nicht nur eine, sondern mehrere Zielgruppen im Auge hatten. Klar gab es viele Kinderspiele, aber auch anspruchsvolle Familien- und Erwachsenenspiele waren zahlreich aufgelegt – und das aus gutem Grund: «Wir haben in der <Ludo> viele gute Spiele für Erwachsene, die zu selten ausgeliehen werden. Hier haben wir dann die Gelegenheit, diese mit den Leuten auch einmal zu spielen, so dass sie vielleicht mal auf die Idee kommen, die Spiele bei uns zu holen», erklärte die Präsidentin der Flawiler Ludothek, Gabi Hochreutener.

Ein gelungener Mix

Auch der Mix zwischen Neuheiten und Altbewährtem stimmte bei den Spielen: Moderne Klassiker wie «Abalone», «Zug um Zug» oder «Jäger und Sammler» fanden sich ebenso auf den Spieltischen wie ziemlich neue Spiele wie «Colt Express» (Spiel des Jahres 2015), «Codenames» (Spiel des Jahres 2016) oder das aktuelle Kennerspiel des Jahres «Isle of Skye». Ein wenig auf die Folter gespannt (und darauf gelassen) wurde man am Stand des kleinen St. Galler Spieleverlags «Rule Factory». Dieser stellte nicht nur sein bereits ziemlich bekanntes «Frantic» vor, sondern, als Prototyp, seine nächste Entwicklung namens «Darwins Dice», die demnächst erscheint.

Neben Kinderspielen lagen auch anspruchsvolle Familien- und Erwachsenenspiele auf.

Neben Kinderspielen lagen auch anspruchsvolle Familien- und Erwachsenenspiele auf.

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