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NACHGEFRAGT: Teuer wie zwei Eigenheime

Orgelbau Goll in Luzern ist eine der beiden alteingesessenen Schweizer Orgelbaufirmen, die seit genau 150 Jahren Instrumente fürs In- und Ausland baut. Das
Tausende Pfeifen und noch mehr Röhrchen mussten und müssen ausgebaut und gereinigt werden. Kirchenpräsidentin Daniela Zillig (Mitte) und Orgelbauer Christian Musch (links) informieren über die Renovation.

Tausende Pfeifen und noch mehr Röhrchen mussten und müssen ausgebaut und gereinigt werden. Kirchenpräsidentin Daniela Zillig (Mitte) und Orgelbauer Christian Musch (links) informieren über die Renovation.

Tätigkeitsfeld umfasst sowohl den Neubau von ortsspezifisch konzipierten Orgeln als auch den individuell abgestimmten Unterhalt von Instrumenten verschiedenster Systeme. Simon Hebeisen leitet die Orgelbauwerkstatt seit 1999 – seit 2009 alleinverantwortlich. Orgelbau Goll beschäftigt 15 Mitarbeitende, davon zwei Lernende.

Simon Hebeisen, die Restauration der Flawiler Goll-Orgel ist mit 380000 Franken veranschlagt. Eine stattliche Summe, nicht?
Teuer sind die Arbeitsstunden. In Flawil sind während 3 1/2 Monaten vier bis fünf Leute mit der Restauration der Orgel beschäftigt. Das geht ins Geld.

Mit welchen Kosten ist denn für einen Orgelneubau zu rechnen?
Mit rund 1,3 Millionen Franken. Ein Neubau ist für unsere Werkstatt ein Jahresauftrag. Die grösste je von uns gebaute Orgel beanspruchte bis zu deren Fertigstellung in etwa 24000 Arbeitsstunden.

Liegt das Schwergewicht des Unternehmens auf dem Restaurationsbereich oder im Neubau?
75 Prozent unserer Tätigkeit liegt im Bereich Neubauten. Während den letzten 45 Jahren haben rund 100 Instrumente unsere Werkstatt verlassen. Danebst gehören Unterhalt und Stimmungen von jährlich etwa 250 Instrumenten ebenso zu unseren Aufgaben wie Revisionen von bestehenden und Restaurierungen von historischen Orgeln.

Was ist denn das Besondere an der Flawiler Goll-Orgel?
Es gibt wenige Instrumente, die so unverändert erhalten sind. Verändert worden ist im Laufe der Zeit die Platzierung von drei Registern. Ausserdem wurde ein Register (Pfeifenreihe) ersetzt. Ansonsten ist alles erhalten, wie es 1911 gebaut worden ist. (ahi)

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