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NACHFOLGEREGELUNG: Der Vater wird zum Angestellten

Patricia und Marcel Dörig übergeben die Dorfbäckerei in Oberbüren an ihre Tochter Corina. Die 29-Jährige möchte das Geschäft in der dritten Generation weiterführen.
Urs Bänziger
30 Jahre haben Patricia und Marcel Dörig die Bäckerei geführt. Nun übergeben sie die Verantwortung an ihre Tochter Corina. (Bild: Urs Bänziger)

30 Jahre haben Patricia und Marcel Dörig die Bäckerei geführt. Nun übergeben sie die Verantwortung an ihre Tochter Corina. (Bild: Urs Bänziger)

Urs Bänziger

urs.baenziger@wilerzeitung.ch

Jetzt bekomme er endlich einen Lohn, sagt Marcel Dörig mit einem Lächeln. Das Gehalt kriegt er von seiner Tochter Corina. Sie ist jetzt die Chefin des Oberbürer Bäckers. Denn Corina Dörig hat das Geschäft ihrer Eltern übernommen. So, wie es ihr Vater vor 30 Jahren von seinem Vater übernommen hatte.

Seit 56 Jahren führt die Familie Dörig die Bäckerei in Oberbüren. Mittlerweile ist sie noch die einzige in der Gemeinde. Corina Dörig möchte die Bäckerei in der dritten Generation weiterführen. Sie habe sich diesen Entscheid reiflich überlegt, sagt sie. «Mein Vater ist jetzt zwar mein Angestellter, aber ich bin froh, dass er mich unterstützt.» Und Marcel und Patricia Dörig freuen sich, dass sie die Verantwortung ihrer Tochter übergeben können.

Die Chefin von 17 Angestellten

Zu dieser Verantwortung gehört die Beschäftigung von 17 Per­sonen. Insgesamt sind es an die 1000 Stellenprozente. Corina Dörig möchte die Bäckerei mit der gleichen Philosophie führen, wie das ihre Eltern getan haben: Die Kunden schnell, kompetent und mit guter Qualität zu bedienen. Die 29-Jährige ist sich bewusst, was das für sie als Chefin heisst. «Selbstständig zu sein bedeutet, dass du selbst und ständig zu deinem Geschäft schauen musst.» Sie ist mit ihren drei ­Geschwistern in der Bäckerei aufgewachsen und hat die langen Arbeitstage der Eltern miterlebt. Sie hat sich denn auch mit dem Entscheid, die Bäckerei zu übernehmen, Zeit gelassen. «Ich habe eine kaufmännische Ausbildung absolviert und war ein paar Jahre in meinem Beruf tätig.»

Seit Anfang 2015 arbeitet Corina Dörig in der Bäckerei. Zuerst unterstützte sie ihre Mutter im Büro und half im Laden mit. Danach absolvierte sie in der Bäckerei ein einjähriges Praktikum. «Ich wollte genau wissen, was alles auf mich zukommt und zuerst alle Aufgaben und Abläufe kennen lernen.» Sie übernehme von ihren Eltern einen gutgeführten Betrieb, der auf eine treue Stammkundschaft zählen dürfe, sagt Corina Dörig. Neben der Bürotätigkeit wird die neue Chefin vor allem im Laden anzutreffen sein. «Ich habe gerne Kontakt mit Kunden. Natürlich im Wissen, dass mein Vater weiter in der Backstube zum Rechten schauen wird. Das gibt mir als junge Geschäftsfrau Sicherheit.»

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