Nachfolger für Kilchör gesucht

Der Verwaltungsratspräsident von Katholisch-Bichwil-Oberuzwil, Andreas Kilchör, wird im Herbst nicht mehr zur Wiederwahl antreten.

Bea Näf
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Kirchenverwaltungsratspräsident Andreas Kilchör leitete zum letzten Mal die ordentliche Bürgerversammlung. (Bild: Bea Näf)

Kirchenverwaltungsratspräsident Andreas Kilchör leitete zum letzten Mal die ordentliche Bürgerversammlung. (Bild: Bea Näf)

BICHWIL. Die Bürgerversammlung vom Sonntag in der Kirche Bichwil warf keine hohen Wellen. 83 von 2002 Stimmberechtigten – was 4,1 Prozent entspricht – stimmten den Anträgen des Kirchenverwaltungsrates ohne Gegenstimme zu. Verwaltungsratspräsident Andreas Kilchör kündigte an, dass er dieses Jahr zum letzten Mal die Versammlung leite. Im September finden Gesamterneuerungswahlen für die Amtsdauer 2016 bis 2019 statt. Kilchör möchte sich nicht für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung stellen.

Projekte unterstützen

Die Versammlungsleitung gestaltete sich für ihn einfacher als vor einem Jahr, als verschiedene Anfragen zur Verwendung der Gelder aus dem Vereinigungsfonds eingereicht wurden. Auf Anraten der katholischen Administration beantragte der Kirchenverwaltungsrat den Kirchbürgern nun, 250 000 Franken dem Konto Reserven zuzuschreiben und 164 900 Franken für Projekte, Anlässe und Spenden zu verwenden. Im Rahmen des Projektes Ki & Ku (Kirche und Kultur) werden die Wallfahrt nach St. Maurice, der Ostertanz und ein Pfarreiabend mit dem Duo Schneider & Schreiber aus der Reserve mitfinanziert. Die Spende von 20 000 Franken ging an das Pfarreiprojekt der Weltgruppe in Muzzafarpur (Indien).

Die Jahresrechnung 2014 konnte anstelle eines budgetierten Verlustes von gut 100 000 Franken mit einem Gewinn von 50 104 Franken abgeschlossen werden. Im Budget 2015 sind verschiedene bauliche Vorhaben enthalten. So stehen die Renovation des Pfarreisaals in Bichwil und die energetische Sanierung der Eingangstüren in der Unterkirche in Oberuzwil an. Die Katholische Kirchgemeinde Bichwil-Oberuzwil kann im laufenden Jahr zum letzten Mal mit einem ausserordentlichen Vereinigungsbeitrag von 41 500 Franken rechnen. Zusätzlich wurden vom katholischen Konfessionsteil Ausgleichsbeiträge von insgesamt 378 000 Franken zugesichert. Die Kirchgemeinde war auch im vergangenen Jahr auf namhafte Beiträge aus dem Steuerausgleich des katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen angewiesen. Der Grenzsteuerfuss für die Bezugsberechtigung bleibt auch für dieses Jahr bei 20 Prozent.

Gleichbleibender Steuerfuss

Mit den unveränderten Zentralsteuern von vier Prozent und 20 Prozent ordentlicher Steuer ergeben sich total 24 Steuerprozente. Der Steuerfuss bleibt demnach unverändert.

In personeller Hinsicht sei der Wechsel in der Pfarreileitung der Galluspfarrei Oberuzwil von Niklaus Bayer zu Ingrid Krucker problemlos verlaufen, sagte Andreas Kilchör. Gut eingelebt hätten sich auch Priska und Toni Ziegler in Bichwil.