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Nach über 30 Jahren folgt ein neuer Käser in Bettenau

Der Weiler in der Gemeinde Jonschwil hat einen neuen Käser: Der 23-jährige Simon Scherrer übernimmt die Appenzellerkäserei von Roland Gemperle. Bereits sind einige Änderungen sichtbar, wie etwa der neue Selbstbedienungsladen.
Dinah Hauser
Das geheime Rezept wird weitergereicht: Roland Gemperle (links) übergibt den Schlüssel an seinen Nachfolger Simon Scherrer. Im Hintergrund: der Vorstand der Käsereigenossenschaft mit Präsident Patrik Gämperli, Othmar Thalmann und Leo Gämperli (von links).(Bilder: Dinah Hauser)Das geheime Rezept wird weitergereicht: Roland Gemperle (links) übergibt den Schlüssel an seinen Nachfolger Simon Scherrer. Im Hintergrund: der Vorstand der Käsereigenossenschaft mit Präsident Patrik Gämperli, Othmar Thalmann und Leo Gämperli (von links).(Bilder: Dinah Hauser)
Der Jodelchor Lütisburg sorgte für die Unterhaltung.Der Jodelchor Lütisburg sorgte für die Unterhaltung.
Glückwünsche an den neuen Käser Simon Scherrer (links).Glückwünsche an den neuen Käser Simon Scherrer (links).
Nicht nur das Festzelt ist voller Besucher.Nicht nur das Festzelt ist voller Besucher.
4 Bilder

Impressionen Käsereiübergabe Bettenau

«Häsch scho gchäset?» Das wird Simon Scherrer an diesem Tag oft gefragt. Der 23-Jährige tritt die Nachfolge von Roland Gemperle an und übernimmt die Bettenauer Dorfkäserei. Bereits am Dienstagabend nahm Scherrer erstmals die Milch der lokalen Bauern entgegen. Das gehört zur Tradition. «Diese Milch wird nun vom Nachfolger und nicht von mir verarbeitet», sagt Gemperle.

Scherrer kennt die Gegend. Vor einiger Zeit hatte er schon in der Appenzellerkäserei gearbeitet. Er freue sich auf seine neue Aufgabe. «Ich hoffe, dass ich lange hier bleiben kann und mein Käse einmal die Qualität erreicht wie jener von Roland Gemperle.» Wie bisher gibt es nebst dem Appenzeller auch beliebte Sorten wie Bärlauchkäse, Wildberger und Eppenberger zu kaufen. Gegen Ende Jahr möchte Scherrer experimentieren und das Sortiment erweitern.

Bereits am Dienstagabend nahm Scherrer erstmals die Milch der lokalen Bauern entgegen. Das gehört zur Tradition. «Diese Milch wird nun vom Nachfolger und nicht von mir verarbeitet», sagt Gemperle. Scherrer kennt die Gegend. Vor einiger Zeit hatte er schon in der Appenzellerkäserei gearbeitet. Er freue sich auf seine neue Aufgabe.

«Ich hoffe, dass ich lange hier bleiben kann und mein Käse einmal die Qualität erreicht wie jener von Roland Gemperle.»

Wie bisher gibt es nebst dem Appenzeller auch beliebte Sorten wie Bärlauchkäse, Wildberger und Eppenberger zu kaufen. Gegen Ende Jahr möchte Scherrer experimentieren und das Sortiment erweitern.

Was jetzt schon neu ist: die Holzhütte vor dem Haus. «Das ist der Selbstbedienungsladen. Mein Bruder hat ihn gemacht», sagt Scherrer. So sei das Angebot auch ausserhalb der Öffnungszeiten zugänglich. Vor dieser Hütte lud der Käser am Mittwoch zum Tag der offenen Tür. Die Ankunft der vielen Leute führte im Weiler hin und wieder zu Stau; der Jodelchor Lütisburg sorgte für die Unterhaltung. «Ohne Familie, Freunde und Bekannte wäre das nicht möglich gewesen», sagt Scherrer.

Vorgänger hat noch von Hand gekäst

«Wir sind froh, einen jungen und motivierten Käser gefunden zu haben», sagt Patrik Gämperli. Er ist der Präsident der Käsereigenossenschaft Bettenau. Diese ist Eigentümerin der Käserei und verpachtet sie. «Als klar wurde, dass Roland Gemperle in Pension geht, hat die Genossenschaft einstimmig beschlossen, die Käserei weiterzuführen», sagt Gämperli.

34 Jahre ist es her, seit Roland Gemperle die Käserei übernommen hat. «Als ich angefangen habe, da war die Einrichtung noch traditionell. Ich musste von Hand käsen, wie auf einer Alp.» Über die Jahre hinweg habe seine Frau ihn oft unterstützt. In den Neunzigerjahren erfolgte dann ein grösserer Umbau mit Sanierung. Erste Maschinen erhielten Einzug. Heutzutage seien die Ansprüche an das Produkt grösser geworden und damit habe auch die Arbeit im Büro zugenommen. «Man stelle sich vor, ich müsste noch alles von Hand oder mit der Schreibmaschine machen», sagt Gemperle schmunzelnd. Er könne nun beruhigt und zufrieden die Käserei an die nächste Generation weitergeben.

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