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Nach Stellungnahme zu vorgeschlagener Reduktion der Spitalstandorte: Linke kritisieren den Stadtrat scharf

In einer Stellungnahme unterstützt der Stadtrat die Pläne des Verwaltungsrats der Spitalverbunde, stationäre Leistungen noch an vier Spitalstandorten anzubieten. Das sorgt für rote Köpfe bei der SP und den Grünen Prowil.
Gianni Amstutz
Gemäss dem Vorschlag des Verwaltungsrats der Spitalverbunde soll der Standort Wil erhalten werden. (Bild: Hans Suter)

Gemäss dem Vorschlag des Verwaltungsrats der Spitalverbunde soll der Standort Wil erhalten werden. (Bild: Hans Suter)

Den öffentlichen St. Galler Spitälern droht ein strukturelles Defizit von 70 Millionen Franken pro Jahr. Bettenstationen soll es nur noch in den vier Spitälern St. Gallen, Grabs, Uznach und Wil geben. Dies schlägt der Verwaltungsrat der Spitäler der Regierung vor. Unter anderem die Spitäler Wattwil und Flawil würden ihr stationäres Angebot verlieren. Es drohen Schliessungen.

Der Stadtrat Wil befürwortete in einer Stellungnahme die geplanten Massnahmen. Eine Leistungskonzentration erachte er als nötig. Mit einer Stärkung des Spitalstandorts könne die Versorgung auch in Zukunft mit hoher Qualität sichergestellt werden, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Diese Haltung des Stadtrats stösst den linken Parteien in Wil sauer auf. Sowohl die Grünen Pro Wil als auch die SP werfen dem Stadtrat mangelnde Solidarität und voreiliges Handeln vor. «Die übereilte Stellungnahme des Wiler Stadtrats ohne vertiefte Kenntnisse ist für uns unerklärlich, zumal die Grundlagen des Verwaltungsrats der Spitalverbunde von namhaften Gesundheitsökonomen als schwach beurteilt werden», schreibt SP-Präsident Daniel Schönenberger. Zudem erinnert er den Stadtrat an die eingeforderte und erhaltene Solidarität der Gemeinden als das Spital Wil akut vor der Schliessung gestanden habe. «Entgegen der Meinung des Stadtrats sind Fraktion und Vorstand der SP Wil sicher, dass die aktuell gute Gesundheitsversorgung der Bewohner des ganzen Kantons ein Standortvorteil ist und erhalten werden muss», schreibt Schönenberger.

Ins gleiche Horn blasen die Grünen Prowil. Mit seinem unsolidarischen Verhalten schade der Stadtrat der Region und insbesondere der Stadt Wil. «Möglicherweise hat der Stadtrat vergessen, dass beim letzten Versuch von Spitalschliessungen das Spital Wil nur dank der Solidarität anderer Spitalregionen überlebt hat. Vor diesem Hintergrund wäre vom Stadtrat heute Solidarität und nicht Triumphieren gefragt», heisst es weiter. Der Stadtrat sei gut beraten, bei heiklen Themen vorsichtiger zu agieren. Zudem sei es vermessen, im Namen der Stadt Wil zu sprechen, ohne vorgängig die Meinung des Parlaments eingeholt zu haben, kritisieren die Grünen Prowil.

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