Nach neun Monaten ist die Wartezeit vorbei: Die regionalen Fussballer dürfen am Wochenende endlich wieder Ernstkämpfe bestreiten

Einige Amateurclubs der Region stehen am Freitag, Samstag oder Sonntag in der Cup-Vorrunde im Einsatz. So etwa die 2.-Liga-Teams vom FC Sirnach und dem SC Bronschhofen.

Tim Frei
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Tsega Khangsar (in Orange) und Bronschhofen wollen am Samstag gegen Dardania St. Gallen eine Runde weiterkommen.

Tsega Khangsar (in Orange) und Bronschhofen wollen am Samstag gegen Dardania St. Gallen eine Runde weiterkommen.

Bild: Tim Frei

Darauf mussten die regionalen Amateurfussballer lange warten: Nach neun Monaten kommt es an diesem Wochenende mit der ersten Cup-Vorrunde endlich wieder zu Pflichtspielen. Für Sirnachs 2.-Liga-Team geht es bereits am Freitagabend um 20.30 Uhr los, auswärts gegen den SC Berg aus der 4. Liga. Am Samstag steht der SC Bronschhofen (2. Liga) bei Dardania St. Gallen im Einsatz, das eine Liga tiefer spielt. Anpfiff der Partie ist um 16.30 Uhr. Insgesamt kämpfen acht weitere Teams aus der Region um den Einzug in die nächste Runde:

Die weiteren Cupspiele (Vorrunde)

Männer. Samstag: 17.00 Henau (3.) – Wängi (2.). Dussnang (3.) – Weinfelden-Bürglen (3.). Flawil (3.) – Frauenfeld (2.). 18.30 Steckborn 1a (5.) – Tobel-Affeltrangen (3.). – Sonntag: 12.00 Rotmonten (4.) – Zuzwil (3.). 16.00 Niederwil (4.) – Romanshorn (2.). Frauen. Sonntag: 13.00 Uzwil (2.) – Eschenbach (2.). 16.00 Münchwilen (3.) – Ems (2.)

Während Sirnach eindeutig favorisiert ist, trifft Bronschhofen auf ein ambitioniertes 3.-Liga-Team: Dardania St. Gallen wäre wohl aufgestiegen, wäre die vergangene Saison nicht wegen der Coronapandemie abgebrochen worden. Bronschhofens Trainer Alessandro Maier erwartet denn auch eine schwierige Partie:

«Der Gegner verfügt über eine spielerisch starke Mannschaft. Das wird nicht einfach.»

Wenn Bronschhofen aber an die starken Leistungen aus den Testspielen gegen die Oberklassigen Amriswil (2:1) und Wil U20 (3:4) anknüpft, dürfte es fürs Weiterkommen reichen. Von den Partien gegen die beiden Teams aus der 2. Liga interregional und dem 3:0-Sieg gegen Herisau (3. Liga) war Maier besonders angetan: «Wir sind als Kollektiv aufgetreten, so, wie wir uns das vorgenommen haben.»

Alessandro Maier führt den SC Bronschhofen bis mindestens im Winter als Spieltrainer

Beim SC Bronschhofen und dem FC Sirnach ist die Freude gross, dass der Wettkampfbetrieb wieder losgeht. «Ernstkämpfe sind intensiver als Freundschaftsspiele», sagt Maier, der Bronschhofen bis mindestens im Winter als Spielertrainer führt und die Situation dann neu beurteilen wird. Sein Vertrag als Cheftrainer der ersten Mannschaft wurde kürzlich bis zum Ende der Saison 2020/21 verlängert. Anfang Jahr und einige Zeit vor Ausbruch der Coronapandemie hatte Maier in einem Interview mit der «Wiler Zeitung» durchblicken lassen, dass er in naher Zukunft «nur» noch Trainer sein möchte.

Sirnach-Sportchef Giuseppe Pelaia ist nach dieser langen Pause gar etwas nervös: «Das liegt auch daran, dass wir seit fast einem Monat kein Testspiel bestritten haben – weil sich einige Spieler verletzt haben.» Darunter Filipe Vieira, der mit einem Fussbruch die ganze Vorrunde ausfällt. Da zudem einige Akteure noch in den Ferien sind, steigt Sirnach mit einem knappen Kader ins Auswärtsspiel gegen Berg.

Sirnachs letzter Vorrundensieg ist drei Jahre her

Ein Erfolg des Aussenseiters wäre dennoch eine grosse Überraschung, welche die Hinterthurgauer unbedingt verhindern wollen. «Ich erwarte keinen Kantersieg, aber ein 3:0 oder ein 4:0 sollte es schon sein», sagt Pelaia und fügt an: «Auf jeden Fall dürfen wir uns nicht blamieren.»

Für die Sirnacher wäre es sowieso wieder einmal an der Zeit, die Cup-Vorrunde zu überstehen. Letztmals gelang ihnen dies vor drei Jahren.

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