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Nach Kritik an Wil West: Regio Wil kontert Vorwürfe von GLP-Stadtparlamentarierin Erika Häusermann

GLP-Stadtparlamentarierin Erika Häusermann schoss Ende Juli in einer Rubrik einer Gratiszeitung scharf gegen das Projekt Wil West. Regio Wil lässt die Kritik nicht auf sich beharren.
Hier soll der Entwicklungsschwerpunkt Wil West entstehen. (Bild: Hanspeter Schiess und Urs Bucher)

Hier soll der Entwicklungsschwerpunkt Wil West entstehen. (Bild: Hanspeter Schiess und Urs Bucher)

(red) Vor wenigen Wochen freute sich Stadtrat Daniel Meili über die grossen Vorzüge der Standortentwicklung Wil West. Schliesslich sei das vom Bund mit 37 Millionen Franken unterstützte Vorhaben eine grosse Chance für die Region. Mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze, den Massnahmen für den ÖV und den Langsamverkehr sowie der Befreiung der Quartiere von Durchgangsverkehr erhalte Wil West eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung. Zudem sei die Fokussierung der Wirtschaft an einem Standort ein wirksames Mittel gegen die Zersiedelung und trage so zum schonenden Umgang mit Ressourcen bei.

Stadtparlamentarierin Erika Häusermann (GLP) sah dies etwas anders und kritisierte das Projekt unter dem Titel «Fake News aus dem Rathaus» in einer Gratiszeitung scharf. Sie befürchtet die Zubetonierung eines ganzen Landstrichs und sprach davon, dass das Projekt politisch nicht legitimiert sei.

Regio Wil widerspricht

Dem widerspricht der Verein Regio Wil nun vehement. Das Agglomerationsprogramm der dritten Generation mit dem Entwicklungsschwerpunkt Wil West habe vom Bund sehr gute Noten bekommen, heisst es in einer Medienmitteilung. Mit seiner enormen Unterstützung in der Höhe von 37 Millionen Franken zeige der Bund, dass die Kantone St.Gallen und Thurgau ihre Hausaufgaben bisher hervorragend gemacht hätten und Wil West gerade auch die hohen Anforderungen an die Umweltverträglichkeit erfülle. In den Gemeinden habe Wil West schon mehrfach eine Legitimierung erfahren. Der Bildung einer Kantonalen Nutzungszone wurde an den Gemeindeversammlungen diskussionslos zugestimmt, ebenso bewilligten die Gemeinden sowie die Kantonsparlamente Thurgau und St.Gallen die Planungskredite Wil West. Überdies wurde der Richtplan im Grossen Rat Thurgau beschlossen und vom Bundesrat genehmigt, hält Regio Wil zum Vorwurf der fehlenden politischen Legitimation fest.

Keine weitere Zersiedelung

Auch die von Erika Häusermann geäusserte Kritik, mit dem ESP Wil West werde es zu erheblichem Mehrverkehr kommen, relativiert Regio Wil. Mit dem neuen Autobahnanschluss und den beiden Netzergänzungen Nord und Ost könne der Verkehr raumverträglich an den Rand der Stadt Wil geführt werden, schreibt der Verein. Fakt sei, dass das Verkehrsaufkommen in den nächsten Jahren zunehmen wird – mit oder ohne Wil West. Werde WILWEST verhindert, verpasse die Region die Chance, ihren Verkehr in Zukunft peripher zu führen und die Quartiere sowie die umliegenden Gemeinden zu entlasten. Zudem würden die dringend benötigten Verbesserungen der Fuss- und Velowege sowie der Ausbau der ÖV-Verbindungen ausbleiben. Und damit auch der wichtige Anreiz, auf das Auto zu verzichten.

Zubetoniert werde bestimmt kein ganzer Landstrich. Das Areal Wil West werde sorgfältig erschlossen und damit einer weiteren Zersiedelung in den Gemeinden entgegengewirkt. Geschehe dies nicht, würden weitere Einzonungen in den Gemeinden erfolgen, Grünflächen an peripheren Orten überbaut und der Durchgangsverkehr in den Dörfern steigen.

Bis zu 3000 zusätzliche Arbeitsplätze

Schliesslich ruft der Verein Regio Wil in seiner Medienmitteilung noch die wirtschaftlichen Chancen des Projekts in Erinnerung. Mit den bis zu 3000 neuen Arbeitsplätzen auf dem Areal Wil West an einem hervorragend erschlossenen Standort erfolge ein wichtiger Impuls zur Stärkung der gesamten Wirtschaftsregion Wil. Ein Rezept gegen den Sog Zürichs, welcher der Region die gescheiten Köpfe abwiebe. Wohnen und Arbeiten in und um Wil – auch das dämme das Mobilitätsaufkommen und trage dazu bei, dass die Region auch zukünftig attraktiv bleibt und sich nicht langsam zum Schlafort wandle.

Ausschlaggebend sei nun, dass sämtliche Parteien, politischen Behörden und die Wirtschaft die einmalige Chance, welche Wil biete, selbstbewusst ergreifen und ihre Kräfte für diesen Entwicklungsschritt bündeln. Die neu gegründete Wirtschafts- und Standortförderungsorganisation WirtschaftsPortalOst (WPO) sei diesbezüglich ein wichtiger Partner von Wil West. Das WPO solidarisiere die Interessen von Wirtschaft und Politik und trage damit massgeblich zum Erfolg von Wil West bei.

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