Nach Kritik am Knoten Industrie Haslen: Das Tiefbauamt lenkt ein

Das kantonale Tiefbauamt lässt den Rad- und Fussweg anpassen.

Tobias Söldi
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Am Montagmorgen waren die Arbeiten am Rad- und Fussweg bereits im Gange.

Am Montagmorgen waren die Arbeiten am Rad- und Fussweg bereits im Gange.

Bild: Tobias Söldi

«Ist das keine Fehlplanung?», fragte sich Peter Isenring in einem Leserbrief an die Wiler Zeitung über den neuen Rad- und Fussweg beim Knoten Industrie Haslen in Oberbüren (Artikel vom 14.Januar). Seine Kritik, die er auch beim Tiefbauamt platziert hat: Der neue Rad- und Fussweg aus Richtung Sonnental weise eine allzu enge Einfahrt zwischen einem neugepflanzten Baum und einer Strassenlaterne auf. Besonders gefährlich empfand er diese für E-Bike-Fahrer, die mit bis zu 45 Kilometer pro Stunde unterwegs sind und gesetzlich verpflichtet sind, den Radweg auch zu nutzen. Von Seiten des Kantons hiess es damals, die Angelegenheit werde überprüft.

Das Tiefbauamt anerkennt die Kritik

Dies ist in der Zwischenzeit bereits geschehen – und die Geschichte um ein Kapitel reicher. Nur einen Tag nach der Publikation des Artikels in der Wiler Zeitung ist die Strassenlaterne bereits verschwunden, am Montagmorgen sind Bagger am Einlenker aufgefahren und Bauarbeiter am Werke.

Tatsächlich gehen die Arbeiten auf Isenrings Kritik zurück: «Das Tiefbauamt hat die Situation in Oberbüren überprüft, und ist zum Schluss gekommen, dass der Einlenker respektive die Einspurlänge für den Langsamverkehr vergrössert werden muss», schreibt Rita Lichtensteiger, Projektleiterin Strassenbau beim Tiefbauamt, auf Anfrage. Zurzeit sei das zuständige Unternehmen am Ausbessern der Situation. Gemäss Lichtensteiger ist die neue Führung für den Langsamverkehr bereits morgen Dienstag erstellt und der Kandelaber wieder montiert.

Mehrverkehr wegen neuen Fust-Logistikzentrums

Der Knoten Industrie Haslen wurde im Verlauf des vergangenen Jahres neu gestaltet. Grund dafür war der erwartete Mehrverkehr durch die Eröffnung des neuen Fust-Logistikzentrums im Industriegebiet. Die bis dahin bestehende Kreuzung hätte ohne Anpassungen ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Im November sind die Arbeiten am 1,3 Millionen Franken teuren Projekt abgeschlossen worden.