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Nach Gehr-Konkurs: Degersheimer Filiale der ehemaligen
Bäckerei wird zum «Café Marion»

Seit dem Konkurs der Bäckerei Gehr ist das Ladenlokal an der Hauptstrasse 78 in Degersheim geschlossen. Jetzt geht die Tür wieder auf. Am 22. November wird hier ein Café mit angegliedertem Verkaufsgeschäft eröffnet.
Andrea Häusler
Ob Zuckerguss oder eben Schokolade – Hauptsache süss. Marion Schön in ihrem Produktionsraum an der Bergstrasse. (Bild: PD)

Ob Zuckerguss oder eben Schokolade – Hauptsache süss. Marion Schön in ihrem Produktionsraum an der Bergstrasse. (Bild: PD)

Manchmal durchkreuzen unvorhersehbare Ereignisse langfristige Pläne, provozieren spontane Entscheide, die geeignet sind, Träume schneller als gedacht wahr werden zu lassen. Mit solcherlei Voraussetzungen sah sich die Degersheimer Zuckerkünstlerin Marion Schön nach dem Konkurs der Gossauer Traditionsbäckerei Gehr konfrontiert. Sechs Filialen wurden im Zuge dessen geschlossen – auch jene an der Hauptstrasse 78 in Degersheim.

Länger schon habe sie mit einem eigenen Laden geliebäugelt, sagt die selbständige Konditorin-Confiseurin, den Zeithorizont dafür jedoch eher mittelfristig definiert. Auch aufgrund der Verpflichtungen ihrer Geschäftspartnerin Karin Preisig als Familienfrau. Die Gelegenheit, unmittelbar neben ihrem Atelier «Bijoux de sucre» Verkaufs- und Gastronomieräume belegen zu können, sei dann aber doch zu verlockend gewesen.

«Vor rund zwei Wochen haben wir schliesslich ja gesagt.»

Dann ging alles schnell. Dies ist auch nötig, denn bereits am 22. November, dem Weihnachtsmarkt-Freitag, soll das «Café Marion» mit angegliedertem Spezialitätengeschäft eröffnet werden.

Vom Käse bis zur Bratwurst: alles aus der Region

Das Geschäftskonzept ist besonders und war überzeugend genug, um gleich mehrere regionale Produzenten quasi von hier auf jetzt als Lieferanten zu gewinnen. Denn im ehemaligen Bäckereilokal sollen künftig nicht nur exquisite Schokoladentruffes und Confiseriespezialitäten aus Marion Schöns Produktion verkauft, sondern ein breites Angebot regionaler Erzeugnisse angeboten werden. Käse aus den Käsereien Tschumper und Jud etwa oder vakuumierte Fleisch- und Wurstwaren aus der Metzgerei Sturzenegger in Schwellbrunn. Brot und Milchprodukte wie Joghurt made in oder um Degersheim sowie das heimische «Tegerscher Bräu» runden das noch nicht abschliessend definierte Verkaufssortiment ab.

Mit dem Laden will Marion Schön, die ihre Zucker- und Schokoladenkreationen heute primär auf Bestellung produziert und über Märkte vertreibt, auch die sogenannte Laufkundschaft ansprechen. Einerseits in der Absicht, den Verkauf zu fördern, anderseits aber auch mit dem Ziel, einen Ort zum Verweilen und Geniessen zu bieten. Deshalb wird es im Erdgeschoss der Liegenschaft Hauptstrasse 78 wiederum ein Café geben. Auch hier setzen Marion Schön und Karin Preisig auf Qualität. Zwei Sorten Kaffee sollen ausgeschenkt und auch verkauft werden. Lieferant ist «Dä Kafimaa», das Kaffeespezialitätengeschäft von Robert Altherr und Bruno Trepp aus St.Gallen.

Der straffe Zeitplan gibt auch den Takt für die nötigen Renovationsarbeiten vor. Grosse bauliche Würfe lägen allerdings nicht drin, sagt Marion Schön. Aus Zeitgründen und weil man sich finanziell nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen wolle. Stattdessen werde mit passenden Dekorationselementen und einem mit dem Atelier «Bijoux de sucre» korrespondierenden Farbkonzept frischer Wind ins Lokal gebracht.

Täglich geöffnet – ausser sonntags

Noch sind Marion Schön und Karin Preisig mit der Personalrekrutierung beschäftigt. «Ich werde auch im Café anzutreffen sein, jedoch nicht ausschliesslich», sagt Marion Schön. Denn ihr Atelier und die unlängst in den Garagentrakt ausgelagerte Produktion an der ums Eck gelegenen Bergstrasse 3 will sie weiterbetrieben. Wie regelmässig sind die Türen von Laden und Café denn geöffnet? «Werktags», sagt Schön, «sind wir von 6.30 bis 18.30 Uhr durchgehend für unsere Kundschaft und die Gäste da. Am Samstag ist das Geschäft von 6.30 Uhr bis 13 Uhr geöffnet.» Wobei bei Bedarf am Freitag auch längere Öffnungszeiten möglich wären.

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