Nach der Musik das Lustspiel

Mit einem stimmungsvollen Abend verwöhnte die Musikgesellschaft Zuckenriet am Freitag- und Samstag ihre Gäste. Nach der kraftvollen Musik folgte mit «Überraschig us em Oschte» ein humorvolles Lustspiel von Claudia Gysel.

Vroni Krucker
Merken
Drucken
Teilen
Mit Dirigent Bruno Krähemann präsentierte die Musikgesellschaft Zuckenriet ein abwechslungsreiches Programm. (Bild: vk.)

Mit Dirigent Bruno Krähemann präsentierte die Musikgesellschaft Zuckenriet ein abwechslungsreiches Programm. (Bild: vk.)

Zuckenriet. Im vergangenen Jahr hat sich die Musikgesellschaft Zuckenriet von ihrem Dirigenten getrennt. Trotzdem präsentierten die Musikantinnen und Musikanten jetzt unter der Leitung von Bruno Krähemann ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Konzert. Präsident Peter Hengartner begrüsste die froh gelaunten Gäste in der Aula Sproochbrugg. Er gab seiner Freude über das trotz vielen Schwierigkeiten erfolgreiche Vereinsjahr Ausdruck: mit dem 1. Rang beim Aufgabenstück am Kantonalmusikfest und dem 3. Gesamtrang. In diesem Zusammenhang sprach er Thomas Schildknecht für sein Einspringen und das enorme Engagement ein besonders Dankeschön aus. Stolz präsentierten sich die beiden neuen Korpsmitglieder Lorena Näf und Alessio Cristiano. Charmant führte Annelies Herde im schmucken Dirndl durch den Abend.

Anspruchsvoll und virtuos

Um in so kurzer Zeit ein so tolles Programm einzustudieren, braucht es nicht nur einen versierten Dirigenten, sondern auch engagierte Musikantinnen und Musikanten. Zu den Klängen der Perkussionisten zogen sie auf die Bühne und präsentierten das imposante Stück «Confection for Brass» von Goff Richards. Ihm folgte die «Slavische Fantasie» von Carl Höhne, wo Matthias Keller ein anspruchsvolles und virtuoses Cornet-Solo bot. «The Dark Side oft the Moon» von Paul Lovatt-Cooper heisst das Selbstwahlstück, das die MG Zuckenriet am 17. Juni den Juroren am Eidgenössischen Musikfest in St. Gallen zur Bewertung vortragen wird. Beeindruckend zeigten die Musikanten diese sehr schwierige, eindringlichen Kompositionen mit einer Vielfalt an Piani, Forti, Taktwechsel und Solo-Einsätzen verschiedener Register – selbst der Wind auf den Mond war fast greifbar – ein wahrer Leckerbissen. Mit dem Marsch «Emblem oft the Army» schloss der erste Teil.

Im «Krapfenwaldl»

Dass das «Krapfenwaldl» tatsächlich existiert, bewies die erzählte Geschichte und das von Franz Johann Strauss geschriebene, gleichnamige Stück mit Kuckuck, Jäger samt Flinte und Schuss. Eröffnet wurde der erste Teil allerdings mit «Robin Hood» von Michael Kamen, wobei das Xylophon einen besonderen Einsatz hatte. Das wunderschöne Euphonium-Duett in «Perhaps Love» von John Denver spielten Roland Kienzler und Peter Hengartner – auf einer Waldbank sitzend. Als Abschluss erklang «Dance with Wolves», bekannt durch den beeindruckenden Film. Das Publikum «erklatsche» sich drei Zugaben. Der Kreisobmann Kurt Krucker gratulierte zum gelungenen Konzert und wünschte der Musikgesellschaft sonnige Zeiten für das weitere Vereinsjahr.

«Überraschig us em Oschte»

Das Lustspiel in zwei Akten von Claudia Gysel setzte unter der Regie von Albert Holenstein die Lachmuskeln in Bewegung. Die bewährten und neuen Akteure zogen alle Register ihres Könnens und verstanden es, die Rollen lebendig zu spielen. Marcel Büsser, Andrea Rotach, Dania Näf, Anna Schlauri, Barbara Hungerbühler, Ruedi Signer und Clemens Forrer gestalteten das Stück mit Gags, Gesten, Ausdrücken und deftigen oder amüsanten Auftritten. Dass Verwechslungen für Missverständnisse sorgten und die beiden Russen die Welt nicht mehr verstanden, musste ja kommen. Ebenso, dass sich letztlich alles in Minne auflöste.