Nach der Familienfeier die Party

WIL. Es hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Tradition entwickelt, dass sich an Heiligabend das Wiler Partyvolk im Gare de Lion trifft. Unter den Gästen war auch das wohl bekannteste Wiler Exportprodukt: Fussballer Fabian Schär.

Christoph Heer/Simon Dudle
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Ausverkauft: Einmal mehr war die Weihnachtsparty im Wiler «Gare de Lion» ein Treffpunkt für Jung und Alt. (Bilder: Christoph Heer)

Ausverkauft: Einmal mehr war die Weihnachtsparty im Wiler «Gare de Lion» ein Treffpunkt für Jung und Alt. (Bilder: Christoph Heer)

Und es war, wie es angekündigt wurde. Stille Nacht ist woanders, es wurde gefeiert. Die DJs im Gare de Lion spielten genau jene Lieder, welche das Volk im ausverkauften Raum hören wollte. Die Schlange am Eingang wurde nur langsam kürzer. Das erstaunt und ist zugleich ein Zeichen grosser Beliebtheit. Auch weit nach Mitternacht standen sie zu Dutzenden vor dem Eingang und warteten auf Einlass. Dass dabei die Wartezeit mit einem kühlen Bier oder einem Glühwein verkürzt werden konnte, spricht für die Organisatoren und deren Kasse. So lief es nach Aussagen der Bierzapfdame am Getränkestand neben der Warteschlange äusserst gut, wobei der Glühwein bei Temperaturen von an die zehn Grad Celsius einen schweren Stand hatte.

Geduld bringt Rosen

Wer einmal drinnen angekommen war, der übte sich in Geduld an der Bar. Es war nicht einfach, an sein Lieblingsgetränk zu kommen, denn das Gedränge war immens. Ein strenger Abend für die Damen und Herren hinter der Bar. In scheinbar stoischer Ruhe zapften sie das Bier, bespickten die Cola mit Eiswürfeln und servierten gelassen den Tequila. Gross war der Aufwand auch für die etlichen Helfer im Hintergrund. Nicht selten sah man sie vollbepackt mit Getränkenachschub unterwegs. Wer es zu seinem Lieblingsgetränk geschafft hatte, der hoffte, dieses möglichst vollkommen in die obere Etage oder auf die Tanzfläche zu bringen. Wohl dem, der innerhalb des Gewühls mit einem grossen Schluck für weniger «Ausleermenge» sorgen konnte.

Viele Heimweh-Wiler

Im friedlichen Rahmen, mit guter Musik, ausgelassen feiernden Gästen und vielen kleinen Weihnachtsmännern – die meisten mit Samichlauskappe aber fehlendem Bart – wurde eine rauschende Party bis weit in den eigentlichen Weihnachtstag hinein gefeiert. Die Girls zeigten sich wiederholt von der freizügigen Seite. Manch ein Minirock oder trägerloses Oberteil umgarnte so den männlichen Part und sorgte für Erotik an Heiligabend. Die Stimmung war gut und dies trotz markantem Altersunterschied zwischen den einzelnen Besuchern. Denn vom überschäumenden 18jährigen Partykönig bis zum ruhigen und gelassenen 65jährigen Partygeniesser war alles vor Ort.

Auch Fussballer Fabian Schär, seit vergangenem Sommer in der Deutschen Bundesliga bei Hoffenheim im Einsatz, war in die Heimatstadt zurückgekehrt und feierte den heiligen Abend in geselliger Runde. Er war einer von vielen Heimweh-Wilern, welche diesen Abend in der Äbtestadt verbrachten – und feierten.

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