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Nach der Entlassung seines Vaters als serbischer Nationaltrainer unterstützt FC-Wil-Profi Marko Muslin die Schweiz

An der Fussball-WM trifft die Schweiz am Freitag auf Serbien. Für den dienstältesten FC-Wil-Spieler Marko Muslin ist es ein ganz besonderes Spiel. Sein Vater Slavoljub Muslin wurde als Trainer der serbischen Nationalmannschaft entlassen, als die WM-Qualifikation geschafft war.
Simon Dudle

«Im morgigen Spiel unterstütze ich eher die Schweiz. Ich bin enttäuscht, dass mein Vater nicht mehr Trainer der serbischen Nationalmannschaft ist.» Es sind deutliche Worte des Serben Marko Muslin, der bisher genau 200 Mal in einem Challenge-League-Spiel das Leibchen des FC Wil getragen hat und mit Abstand der dienstälteste Akteur auf dem Bergholz ist.

Die Enttäuschung des 33-jährigen Allrounders ist nachvollziehbar. Immerhin hatte Serbien unter der Leitung seines Vaters Slavoljub die Qualifikation für die WM in Russland geschafft. Und dies auf Anhieb, nachdem er das Team im Mai 2015 übernommen hatte. Doch nicht die Ergebnisse waren in diesem Fall entscheidend. Laut Medienberichten tobte ein Machtkampf zwischen Muslin senior und Verbandspräsident Slavisa Kokeza. Man sei sich nicht einig geworden, welche Spieler ins Kader gehören. Marko Muslin formuliert es so: «Es gab Meinungsverschiedenheiten mit dem Präsidenten des Verbandes. Man hatte nicht mehr die gleiche Philosophie.»

Für Muslin junior ist die Schweiz in der Favoritenrolle

So verfolgt Slavoljub Muslin das morgige Spiel nicht im Stadion zu Kaliningrad, sondern fernab der Nationalmannschaft. Genau wie Sohn Marko hält er sich aber auf dem Laufenden über die Situation im serbischen Fussball. Nach dem 1:0-Startsieg gegen Costa Rica sagt Marko Muslin: «Ich bin trotz der drei Punkte enttäuscht von Serbien. Costa Rica war ein schwacher Gegner, und trotzdem haben die Serben viele Torchancen zugelassen. Wenn sie gegen die Schweiz die gleiche Leistung zeigen, haben sie keine Chance.» Der 33-jährige Familienvater sieht morgen die Schweiz in der Favoritenrolle. Muslin junior sagt: «Ich habe im Spiel gegen Brasilien eine gute und kompakte Schweiz gesehen.» Er prognostiziert, dass die Schweiz «sicher den Achtelfinal erreicht» und es dann auf den Gegner drauf an komme. «Gegen die Deutschen würde es schwierig», sagt Marko Muslin. «Serbien wird die Gruppenphase nicht überstehen.»

Dem serbischen Fussball im Allgemeinen attestiert der Wiler Fussballprofi, dass es zwar viele Talente habe, diese aber weniger gut gefördert würden als in der Schweiz und sie darum schlechter ausgebildet seien. Zudem sei die Super League punkto Qualität deutlich besser als die höchste serbische Spielklasse.

Die Sache in Wil zu Ende bringen

Bleibt noch die Frage, wie die persönliche Zukunft von Marko Muslin aussieht. Im Verlauf der vergangenen Saison hat der einstige Captain der Wiler den Stammplatz verloren. Er besitzt beim FC Wil noch einen Vertrag bis Sommer 2019. «Ich plane, in Wil zu bleiben. Es ist meine Art, eine Sache zu Ende zu bringen», sagt Muslin.

Der serbische FC-Wil-Profi Marko Muslin gibt seinem Heimatland im WM-Spiel gegen die Schweiz wenig Kredit. (Bild: Gianluca Lombardi)

Der serbische FC-Wil-Profi Marko Muslin gibt seinem Heimatland im WM-Spiel gegen die Schweiz wenig Kredit. (Bild: Gianluca Lombardi)

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