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Nach 33 Jahren geht am Velomarkt in Flawil eine Ära zu Ende

Während mehr als drei Jahrzehnten hat Cécile Sutter zusammen mit ihrem Mann Peter Sutter den Velomarkt organisiert. Vergangenes Wochenende haben die beiden die Leitung an Claudia Kehl und Marco Lüchinger abgegeben.
Tobias Söldi
Cécile Sutter (links) mit ihrer Nachfolgerin Claudia Kehl. (Bild: Tobias Söldi)

Cécile Sutter (links) mit ihrer Nachfolgerin Claudia Kehl. (Bild: Tobias Söldi)

Was ist Ihnen an Ihrem letzten Velomarkt durch den Kopf gegangen?

Cécile Sutter: Es ist schön, dass das Angebot so lange so rege benutzt worden ist. Über all die Jahre hatten wir immer ähnlich viele Besucher. Sogar als einmal Schnee lag, sind die Leute gekommen. Das hat mir viel Motivation gegeben.

Wie viele Velos wechselten am Velomarkt ihre Besitzer?

Wir haben immer zwischen 100 und 150 Fahrräder angenommen und zwischen 70 und 80 Fahrräder verkauft. Einmal haben wir sogar 180 angenommen und 120 verkauft.

Jetzt geben Sie die Leitung ab. Warum?

Ich werde im Sommer 2020 pensioniert und will meine Engagements stufenweise abgeben. Und ich wollte sicher sein, dass der Velomarkt auch nach meiner Pensionierung weitergeführt wird. Ausserdem fand ich 33 Jahre eine tolle Schnapszahl (lacht).

Was hat Sie über all die Jahrzehnte motiviert?

Die vielen zufriedenen Leute, sowohl Käufer als auch Verkäufer. Ausserdem hatten wir immer eine tolle Gruppe.

Gab es auch negative Erlebnisse?

Es kam schon vor, dass wir einen Streit lösen oder ein Missverständnis klären mussten. Ab und zu wurde auch ein Velo gestohlen. Aber im Grossen und Ganzen hat das Positive immer überwiegt.

Als Gründerin waren Sie von Anfang an dabei. Wie hat sich der Velomarkt entwickelt?

Er hat sich auf jeden Fall stark professionalisiert. Aus unseren Erfahrungen konnten wir viel lernen und haben die Abläufe verbessert. Es gab viele Rückmeldungen, dass unser Velomarkt besonders gut organisiert sei, weshalb auch Leute aus der Umgebung zu uns gekommen sind.

Claudia Kehl, Sie übernehmen die Leitung zusammen mit Marco Lüchinger. Was motiviert zu dieser Aufgabe?

Claudia Kehl: Ich bin schon etwa zehn Jahre als Helferin dabei. Das waren immer sehr schöne Vormittage. Davor habe ich den Velomarkt als Mutter positiv erlebt, um Velos für meine Kinder zu kaufen. Ich finde den Velomarkt eine gute Sache. Es ergibt Sinn, alte Dinge, die noch funktionieren, weiterhin zu benutzen. Ich stehe voll hinter dem Anlass.

Sie treten in grosse Fussstapfen. Haben Sie Respekt vor der Aufgabe?

Eigentlich nicht, da wir sehr gut instruiert worden sind. Ausserdem ergänzen Marco Lüchinger und ich uns sehr gut. Wir können uns die Aufgaben ideal aufteilen.

Was haben Sie für Pläne für die Zukunft des Velomarktes?

So weit bin ich noch nicht. Das erste Jahr wird sicher gleich bleiben. Der Velomarkt ist gut aufgegleist und optimiert. Ich denke nicht, dass wir viel verändern müssen. Aber man muss schauen: Vielleicht werden weniger Velos, dafür mehr E-Bikes gebracht? Eine zentrale Frage ist, ob die Nachfrage nach gebrauchten Velos bestehen bleibt?

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