Na dann, Prost! Trotz schweizweiter Erhöhung der Marktpreise hält der FC Wil an seinem Bierpreis fest

Während die Fans im Kybunpark ab der neuen Saison neu 50 Rappen mehr für ein kühles Blondes berappen müssen, bleibt es in Wil bei einem Preis von 5.50 Franken für vier Deziliter.

Gianni Amstutz
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Bier und Fussball: Das gehört für viele zusammen. Bild: Fotolia

Bier und Fussball: Das gehört für viele zusammen. Bild: Fotolia

Am Wochenende startet die neue Saison in den höchsten Schweizer Fussballigen. In die Freude der Fans mischt sich mancherorts aber ein bitterer Beigeschmack. Aufgrund der schweizweiten Bierpreiserhöhung wird der Gerstensaft auch in den Stadien teurer.

Die Young Boys, der FC Basel und der FC Zürich haben ihre Preise bereits vor einem halben Jahr angepasst. Nun hat auch der FC St. Gallen nachgezogen. Im Kybunpark kostet ein Bier neu 50 Rappen mehr – also sechs Franken für 4 Deziliter.

Hopfen und Malz in Wil nicht verloren

Im Kybunpark des FC St. Gallen ist wie in Wil die Egger Catering GmbH für die Verpflegung zuständig. Gleicher Caterer, gleiche Preise? Nicht ganz. Für die Wiler Fussballfans ist Hopfen und Malz noch nicht verloren. Denn die Festlegung der Preise erfolgt in Absprache zwischen den Clubverantwortlichen und dem Caterer.

Und der FC Wil zeigt, dass es trotz gestiegener Einkaufspreise möglich ist, den Bierpreis im Stadion zu belassen, wie er ist. Denn wie Urs Egger vom gleichnamigen Catering-Unternehmen bereits im Winter versprach, wird es im Bergholz keine Bierpreiserhöhung geben. Vier Deziliter Bier kosten weiterhin 5,50 Franken.

Benjamin Fust, Geschäftsführer des FC Wil, sagt dazu:

«Wir wollen damit für unsere Fans und Zuschauer ein Zeichen setzen»

Der FC Wil sei ein Familienverein und dankbar für jeden Zuschauer. Mit dieser Entscheidung verzichtet der Verein auf einen Teil seiner Einnahmen.

Ob beim FC Wil die gleiche Abmachung gilt wie beim FC St. Gallen, dazu will sich Fust nicht äussern. Dort ist es so, dass Egger Catering für seine Verkaufsstände keine Pacht bezahlt, der Verein dafür an den Einnahmen beteiligt wird. Fest steht: Werden die Margen aufgrund höherer Einkaufspreise kleiner, resultieren Gewinneinbussen. Diese werden beim FC Wil wohl auch vom Club getragen. Anders als beim FC St. Gallen, wo die Menge des verkauften Biers ein Vielfaches beträgt, dürfte das finanziell aber verkraftbar sein.