Musiker und Musik aus aller Welt

Nach einem Konzert in Basel mit 1200 Zuhörern gastierte Hosoo mit seinen mongolischen Musikern am Wochenende im vergleichsweise kleinen Kulturpunkt Flawil vor rund 80 Gästen.

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Die Gruppe Transmongolian spielte im Kulturpunkt auf traditionellen Instrumenten Musik aus ihrer Heimat. (Bild: pd)

Die Gruppe Transmongolian spielte im Kulturpunkt auf traditionellen Instrumenten Musik aus ihrer Heimat. (Bild: pd)

FLAWIL. Hosoo stammt aus einer Familie von Höömi-Sängern aus dem Altai-Gebirge im Westen der Mongolei. Diese Gegend gilt auch als Heimat des für die Mongolei so typischen, einzigartigen Kehlkopfgesangs Höömi. Die so erzeugten hohen Töne erinnern an den in diesen Hochebenen um die Jurten pfeifenden Wind. Zusammen mit den traditionellen Instrumenten, mit denen die Gruppe die teils von Hosoo selbst komponierten Lieder begleitete, entstand ein eindrückliches akustisches Gemälde der Weiten der zentralasiatischen Steppe.

Greifbare musikalische Bilder

Zuweilen meinte man die Pferdeherden über das Grasland galoppieren zu hören, mal erschienen die Weisen einfühlend zart, dann wiederum zeichneten die von den Streichinstrumenten sowie der Limbe, einer Holzquerflöte, in warmen Tönen intonierten Melodien die Melancholie der riesigen Weiten der mongolischen Steppen bildhaft nach. Zwischen den Stücken erzählte Hosoo Geschichten aus seiner Heimat und stellte dabei die Instrumente sowie deren Spielweise vor. Trotz der exotischen Herkunft klingen die mongolischen Lieder unserem Musikempfinden durchaus vertraut. Das liegt nicht zuletzt an deren Aufbau in der pentatonischen Tonleiter aus Naturtönen, auf welcher auch unsere ursprünglichen heimatlichen Musikstücke – beispielsweise mit Alphorn gespielten oder gesungenen, wie dem Jodel – basieren.

Bunte, schillernde Töne

Mit Hosoo und seiner Gruppe Transmongolian setzte der Kulturpunkt einen weiteren Farbtupfer in sein kulturelles Angebot für Flawil und die Region. Nachdem die Woche davor die iranischstämmige Sängerin Michal mit ihren türkischen und französischen Mitmusikern bei ihrem Auftritt begeisterten Anklang fand, präsentiert sich auch das Programm im Mai mit Musikern aus aller Welt und verschiedensten Musikstilen in bunten, schillernden Tönen. (pd)

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