Musikalisches Schaulaufen am «Tonfenster» in Oberuzwil

14 Formationen haben am Sonntag die Gelegenheit genutzt, sich am Oberuzwiler Tonfenster zu präsentieren.

Christine Gregorin
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Die Gastgeber vom Männerchor Frohsinn. (Bild: Christine Gregorin)

Die Gastgeber vom Männerchor Frohsinn. (Bild: Christine Gregorin)

«Es freut mich sehr, dass es heute wieder viel Verschiedenartiges zu hören und sehen gibt», sagt Thomas Künzle nach seinem Auftritt mit dem gastgebenden Männerchor Frohsinn Oberuzwil. Als Präsident ist er am Sonntag allenthalben gefragt, zeichnet er sich doch nicht nur federführend bezüglich Organisation, sondern lässt es sich auch nicht nehmen, den Anlass zu moderieren.

Regeln werden immer eingehalten

Die Suche nach Mitmachenden habe bereits vor einem Jahr begonnen, erzählt er weiter. Da der im Zwei-Jahres-Turnus stattfindende kulturelle Anlass nach fünf Durchführungen aber schon eine feste Grösse in der Oberuzwiler Agenda ist, habe sich der Aufwand in machbaren Grenzen gehalten. Einmal mehr haben sämtliche teilnehmenden Formationen die festgelegten Vorgaben erfüllt: Mindestens eine Person muss aus der Gemeinde Oberuzwil stammen. Zudem wird für die Auftritte keine Gage bezahlt.

Ein stimmiger Mix aus Routiniers und Neulingen lässt das Ganze nie langweilig werden. Zahlreiche Dorfvereine nutzten die beliebte Plattform denn auch, um für die Dauer von bis zu maximal 30 Minuten auf der Bühne im Singsaal des Oberstufenzentrums Schützengarten zu punkten, Werbung in eigener Sache zu machen und so vielleicht einige neue Mitglieder für sich zu gewinnen.

Neulinge und weitere Premieren

Zum ersten Mal am Tonfenster aufgetreten sind das aus Claudia Braun, Anne-Britt Alder und Christian Schneebeli zusammengesetzte Trio «ClaudiaAnne-BrittChristian»; «Untitled», fünf Frauenstimmen featuring Beat- und «Xangbox», die von Andy Hafner auf dem Piano begleitet werden; und «Vientos del Sur» (Südwind), die eine kesse Sohle an spanischen Tänzen aufs Parkett hinlegen.

Auch bewährte Grössen wagen Neues

Aber nicht nur die Neulinge überraschen, auch die eine oder andere bewährte Grösse lehnt sich fantasiemässig weit aus dem Fenster und fällt aus dem Rahmen – im positiven Sinn und sehr zu Freude der Zuhörerinnen und Zuhörer. So holt «Pianofiore», der zum zweiten Mal auftretende Alessandro Fiore, alles aus dem Flügel heraus, was es aus einem Flügel herauszuholen gibt. Die gastgebenden Männerchörler versuchen sich darüber hinaus sogar in gewagtem Suaheli und meisterten auch diese gesangliche Herausforderung mit Bravour.