Musikalische «Seelenmassage»

Mit einem glanzvollen Konzert verwöhnten der Männerchor Henau-Algetshausen, der Jodlerclub Uzwil, die Originalstriichmusig Kalöi und die Begleitband von Hanspeter Nadler die Gäste im vollbesetzten Gotteshaus.

Vroni Krucker
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Der Männerchor Henau-Algetshausen und der Jodlerclub Uzwil unter Leitung von Dirigentin Cäcilia Mauchle. (Bild: vk.)

Der Männerchor Henau-Algetshausen und der Jodlerclub Uzwil unter Leitung von Dirigentin Cäcilia Mauchle. (Bild: vk.)

henau. Draussen strahlte die Sonne vom Himmel, und Tausende von Blüten streckten ihr die bunten Köpfchen entgegen. Im Gotteshaus strahlten die Stimmen der Sängerinnen und Sänger, und unter den geschickten Händen der Instrumentalisten erblühten die Noten zu bunten Sträussen. Die schönen Trachten der Striichmusig Kalöi und der Jodlerinnen setzten das Tüpfchen auf das i. Durch das Programm führte Ursula Schneider.

Modern und traditionell

Der Männerchor Henau-Algetshausen, bekannt für viele Ideen, hatte in diesem Jahr heimatliche Melodien im Programm. Unter der Leitung des Dirigenten Kuno Brülisauer überraschte er die zahlreichen Gäste mit beliebten modernen und traditionellen Schweizer Liedern – nicht einfach so gesungen, sondern phantasievoll und begeistert vorgetragen. Schon die ersten Töne des Medleys «Swiss Ever Hits» mit den Ohrwürmern «Guete Sonntig mitenand», «s Landidörfli», «s Obigglöggli» und anderen zogen die Zuhörerschar in ihren Bann, und das blieb so bis zum tosenden Schlussapplaus.

Die Lieder «Füür und Flamme» von Aextra und «Heimweh noch de Bärge» von Plüsch hatte der Uzwiler Musiker Hanspeter Nadler eigens für dieses Konzert arrangiert. Dazu gehörten auch «Alperose» von Polo Hofer und «Ewigi Liäbi» von Mash. Zusammen mit der ausgezeichneten Band mit Marina Fraefel, Markus Brülisauer und Hanspeter Nadler erklang der «Schwan» von Gölä und in Erinnerung an Steven Lee «Heaven» der Band Gotthard. Beeindruckend waren die Auftritte der choreigenen Solisten Rafael Péroz, Beat Lütolf und Elmar Brülisauer

Heimatgefühl und Lebensfreude

Mit einem traditionellen Naturjodel zog der Jodlerclub Uzwil singend vom hinteren Eingang der Kirche zum Altarraum. In «Ganz en schöne Traum» von Hans Furrer erzählte er von einem Apfelbaum voll glänzender Sterne. «Chüjerglüt» und «Es Lied verklingt» weckten versteckte oder unterdrückte Heimatgefühle.

Fröhlich und lüpfig

Die Geschwister Benz aus Oberbüren überzeugten einmal mehr als Originalstriichmusig Kalöi, selbst die beiden jüngsten kamen mit ihren Geigen zum Einsatz. Ruhig, beschaulich oder fröhlich und lüpfig erklangen die wunderschönen Melodien – solistisch oder als einfühlsame Begleitung der Chöre.

An die sechzig Männer und zwei Jodlerinnen sangen gemeinsam das Lied «Kamerade» des Gottshauser Komponisten Matthias Zogg. Humorvoll und verschmitzt ertönte ganz zum Schluss der «Steimandli-Jutz», von allen Mitwirkenden fast leidenschaftlich vorgetragen. Der Applaus des Publikums wollte kein Ende nehmen und ruhte erst, als das von allen Anwesenden gesungene Lied angestimmt wurde. «Alls was bruuchsch uf dä Welt, das isch Liebi» tönte es aus einigen Hundert Kehlen und liess ein tiefes Gefühl von Freude, Glück und Dankbarkeit aufkommen – musikalische Seelenmassage pur.