Musik verrät den Kulturpreisträger

Sport, Kultur und Lehrabschluss – die politische Gemeinde Jonschwil hat herausragende Leistungsträger geehrt.

Kathrin Meier-Gross
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Die Sportlerinnen und Sportler, der Kulturpreisträger und die ehemaligen Lehrlinge freuen sich über die Auszeichnung durch die Gemeinde Jonschwil.

Die Sportlerinnen und Sportler, der Kulturpreisträger und die ehemaligen Lehrlinge freuen sich über die Auszeichnung durch die Gemeinde Jonschwil.

Bild: Kathrin Meier-Gross

Seit elf Jahren hat sich in der Gemeinde Jonschwil der Brauch eingebürgert, jene Sportlerinnen und Sportler auszuzeichnen, die einen Schweizer-Meister- oder ebenbürtigen Titel errungen haben. Auch besondere kulturelle Leistungen und Lehrabschlüsse, deren Schlussnote mindestens eine Fünf beträgt, werden jeweils gewürdigt.

Viele Spitzenresultate

Nein, Ernst Baumanns Name stehe diesmal nicht auf der Liste der Preisträger. Um drei Sekunden habe der vitale Orientierungsläufer den Titel verpasst, meinte augenzwinkernd Gemeindepräsident Stefan Frei, der am Samstag in der Turnhalle Sonnenrain durch die Veranstaltung führte. Neun Sportlerinnen und Sportler waren diesmal eingeladen worden. Mirjam Burkart hat 2018 im Dressurreiten in Avenches den Schweizer-Meister-Titel geholt. Irgendwie sei die Nachricht vom Fribyhof nicht ins Gemeindehaus gelangt, daher die späte Ehrung.

Fabrice Egger, U19-Schweizer-Meister im Volleyball, war an diesem Abend verhindert. Die Schwestern Daria und Ronja Gallo sind erfolgreiche Team-Wettkämpferinnen im Voltigieren. Die 18-jährige Daria wurde Schweizer Meisterin bei den Senioren. Ronja, 16 Jahre alt, wurde Bronzemedaillen-Gewinnerin bei den Junioren. Nicht anwesend war Andrea Gämperli, Cupsiegerin beim UHC Dietlikon (beste Mannschaftsspielerin). Als Ostschweizer Meister im Armbrustschiessen wurde Stefan Haag ausgezeichnet. Die 13-jährige Ivana Schmuki hat nach nur einem Jahr Training mit ihrem Partner Noah Frankhauser den Schweizer-Meister-Titel in Sportakrobatik erzielt. Sibylle und Markus Wiedmer wurden Schweizer Meister im Hufeisenwerfen.

Kulturpreis für den KKS-Marschkomponisten

Als Überraschung kündigte Stefan Frei den Preisträger in der Sparte Kultur an. Um dem Publikum das Raten zu erleichtern, ertönte Marschmusik. Und schon wurde aus dem Publikum der Name Franz Sutter gerufen. Der zurücktretende Dirigent der Spielgemeinschaft Jonschwil-Lütisburg hat als Erstlingswerk den Karin-Keller-Sutter-Marsch geschrieben und damit einen veritablen Coup gelandet. «Was für die USA das Silicon-Valley, ist für die Schweiz das duale Bildungssystem – eine Erfolgsstory.» Mit diesem Vergleich leitete Frei zu den Lehrlingspreisen über.

Für Gute Abschlussnoten belohnt

Polymechaniker Michael Ehrbar und Kauffrau Svenja Gämperli haben mit einer sauberen Fünf abgeschlossen. Cassandra Hagen (Kauffrau), Alexander Gyr (Elektroniker) und Janic Metzger (Automatiker) durften sich über die Note 5,3 freuen. Dentalassistentin Chantal Stillhart erreichte eine 5,5. Mit 6,6 die beste Note hat Samuel Schenk erzielt. Bankdirektor werde er noch nicht gleich, antwortete er schmunzelnd auf die entsprechende Frage. Auf dem Programm stünden vorerst der Militärdienst und dann die Fachhochschule. Damit führt er aus, was Stefan Frei proklamiert hatte: Abschluss der Lehre bedeutet nicht Schluss mit Lernen, sondern stete Weiterbildung.