Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

«Musik ist meine Berufung» Domenico Gagliarde, gebürtiger Flawiler mit italienischen Wurzeln, ist neu als Solokünstler unterwegs

Vor drei Jahren hat Domenico Gagliarde die 1999 gegründete Band Galliardo aufgelöst und hat jetzt als Solokünstler ein neues Album herausgebracht.
Leonie Herde
Domenico Gagliarde alias Galliardo. (Bild: PD)

Domenico Gagliarde alias Galliardo. (Bild: PD)

«Equilibrio» heisst das neue Album von Galliardo. Auf Deutsch bedeutet das Gleichgewicht. Der Name passt gut, denn Domenico Gagliarde hat nach 17 Jahren Musik mit seiner Band Galliardo einen Schlussstrich gezogen und versucht sich nun als Solokünstler.

«Ich musste mein Gleichgewicht wieder finden»

Er hat viele schöne Erinnerungen an die Zeit mit der Band, doch trotz allem war es auch eine schwierige Zeit und am Ende hat es einfach nicht mehr gestimmt. «Ich komponiere meine Songs gerne selbst und das wollte ich auch unbedingt so beibehalten.» Deshalb hat er sich vor etwa drei Jahren dazu entschieden, die Band aufzulösen und sich selbst als Galliardo in den Vordergrund zu stellen. «Es war sicher kein einfacher Schritt, aber ich denke, es war die richtige Entscheidung.»

Die Schattenseiten des Musikerlebens

Umso mehr freut sich Gagliarde über sein neues Album.

«Es ist alles darauf, was ich schon immer einmal haben wollte.»

Neben Saxofon und Gitarrensolo ist auch ein Duettstück darunter. Seine Arbeit auch live präsentieren zu können, sei wahrscheinlich das Schönste, was es für einen Künstler gebe. Doch gerade das ist nicht immer einfach: «Es ist sehr schwierig, an Auftritte zu kommen, wahrscheinlich auch, weil ich italienisch singe.» Oft macht er sich Gedanken darüber, wie es weitergehen soll. Bei der Musik wird er dabei immer bleiben. «Musik ist meine Berufung.» Auch laste ein permanenter Druck auf ihm. «An jedem Konzert muss ich besser sein als beim Letzten und jeder Song muss den vorhergehenden übertreffen.» Trotzdem gibt es auch viele schöne Momente im Leben des Musikers. Bei einem dieser Momente sass er in seinem Auto und hörte sich selbst zum allerersten Mal im Radio. «Das war wirklich ein unglaubliches Gefühl. Es erfüllte mich schon mit einem gewissen Stolz», lächelt Gagliarde.

Durch Zufall Sänger geworden

«Ich wollte schon als Kind unbedingt ein Instrument spielen, am liebsten Piano», sagt Gagliarde, der in Flawil aufgewachsen ist. Zuerst musste er sich jedoch mit dem alten Akkordeon seiner Schwester zufriedengeben, denn die Anschaffung eines Pianos kam nicht in Frage. Von einem Freund konnte er sich dann aber ein Keyboard ausleihen und hat sich das Klavierspielen selbst beigebracht. Als in der Schulband noch ein Sänger gefehlt hat, übernahm Gagliarde spontan das Mikrofon. «Das war quasi der Startschuss meiner Sängerkarriere», lacht er.

Später nahm er auch an diversen Talentwettbewerben teil und trat als Keyboarder in eine Band ein.

«Ich habe schon früh meine eigenen Songs komponiert, denn ich wollte nicht bloss Covers spielen.»

Mittlerweile singt Gagliarde auf Italienisch. «Früher wollte ich immer englisch singen, wie meine Vorbilder.» So war dann auch das erste Album von Galliardo in Englisch. Er hat jedoch schnell gemerkt, dass er für das Schreiben englischer Texte Hilfe benötigt und kehrte wieder zurück zu seiner Muttersprache.

Bis heute schreibt er die Texte für seine Songs selbst. Es geht darin um Erlebnisse im Alltag wie auch das Weltgeschehen, politisch sind sie dabei jedoch selten. Singen und gleichzeitig Klavier zu spielen, fällt ihm mittlerweile nicht mehr schwer. Es sei das gleiche Prinzip wie beim Schauspieler:

«Bevor du deine Rolle spielst, musst du den Text auswendig lernen, dann erst kannst du dich aufs Drumherum konzentrieren.»

Trotzdem hat er auch nach 33 Jahren Musikerfahrung manchmal noch das Gefühl, auf den vielen Tasten des Klaviers verloren zu sein. «Ich hatte ja nie Klavierunterricht», erklärt er. Beim Komponieren seiner Stücke sei es jedoch umgekehrt. Da hat er zuerst eine Melodie im Kopf und schreibt dann den Text dazu.

Hinweis: Galliardos nächste Konzerte: Freitag, 11. Oktober, 21 Uhr, Gino’s Kunstcafe in Wil; Mittwoch, 13. November 21 Uhr Werk 1 in Gossau

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.