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MÜNCHWILEN/FRAUENFELD: Mehrjährige Freiheitsstrafe für zwielichtige Geschäftsidee

Das Thurgauer Obergericht verurteilt einen 48-Jährigen wegen Veruntreuung, Urkundenfälschung und Verleumdung zu 25 Monaten unbedingt.

Der Angeklagte unterbreitete den Geschädigten eine Geschäftsidee im Bereich Natelhandel, zu deren Realisierung er Kapital benötige. Die Geschädigten gewährten ihm Darlehen in der Höhe zwischen 7000 und 140000 Franken. Diese Mittel verwendete der Beschuldigte indessen nicht wie mit den Geldgebern vereinbart und zweckgebunden, sondern investierte sie unter anderem in eine Liegenschaft seiner damaligen Partnerin und finanzierte damit seinen Lebensunterhalt.

Um seine Zahlungsfähigkeit vorzugaukeln und die geforderte Rückzahlung der Darlehen hinauszuzögern, unterbreitete er den Darlehensgebern gefälschte Bankauszüge und Vermögensaufstellungen. Zudem behauptete er wieder besseres Wissen, seine damalige Lebenspartnerin habe ihm gewährte Darlehen veruntreut.

Antrag auf eine bedingte Strafe chancenlos

Sowohl vor dem Bezirksgericht Münchwilen als auch mit Berufung vor dem Thurgauer Obergericht hatte der bereits vorbestrafte Angeklagte erfolglos lediglich die Verurteilung wegen mehrfacher Veruntreuung und Urkundenfälschung als leichten Fall, eine bedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten und den Verzicht auf den Widerruf der alten bedingten Strafe gefordert.

Beide Instanzen, das Bezirksgericht Münchwilen als auch das Thurgauer Obergericht, folgten indessen dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft, verurteilten ihn zu 25 Monaten Freiheitsstrafe und widerriefen den bedingten Vollzug der zehnmonatigen Freiheitsstrafe aus dem Jahr 2009. Lediglich vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs (in anderem Zusammenhang) sprachen sie ihn frei. Der Verurteilte muss neben den anerkannten Forderungen der Geschädigten von rund 16500 Franken Verfahrenskosten von 10300 Franken und - sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben - Verteidigungskosten von 11000 Franken bezahlen.

Bundesgericht weist Beschwerde ab

Auf die gegen das Obergerichtsurteil erhobene Beschwerde des Angeklagten ist das Bundesgericht bei ihrem, Mitte Oktober gefällten Entscheid nicht eingetreten. Das Urteil ist somit rechtskräftig. (red)

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