Münchwilen wählt Nadja Stricker zur Gemeindepräsidentin

Die amtierende Münchwiler Gemeinderätin Nadja Stricker (FDP) wird die erste Hinterthurgauer Gemeindepräsidentin. Die Münchwilerinnen und Münchwiler wählten sie als einzige Kandidatin bei einer tiefen Stimmbeteiligung von 29,4 Prozent mit 93 Prozent der Kandidatenstimmen.

Olaf Kühne
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Die frisch gewählte Nadja Stricker erhält Blumen von ihrem Vorgänger, Gemeindepräsident Guido Grütter.

Die frisch gewählte Nadja Stricker erhält Blumen von ihrem Vorgänger, Gemeindepräsident Guido Grütter.

Bild: Olaf Kühne

Dass sie gewählt wird, stand ausser Frage. War doch Nadja Stricker (FDP) die einzige Kandidatin in der Ersatzwahl für den vorzeitig zurücktretenden Münchwiler Gemeindepräsidenten Guido Grütter. So lag denn die Spannung am gestrigen Sonntag vielmehr auf dem Resultat, welches die bisherige Gemeinderätin erzielen würde. 93 Prozent oder 857 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gaben Nadja Stricker ihre Stimme, 85 legten leer ein. 67 Stimmen entfielen auf «Vereinzelte».

Die vermeintlich tiefe Stimmbeteiligung von 29,4 Prozent relativiert sich nach einem Blick auf die Gesamterneuerungswahlen vom Februar 2019. Damals bemühten sich gar nur 23,2 Prozent der stimmberechtigten Münchwiler an die Urne, Stricker erzielte als mit Abstand bestgewählte Gemeinderätin 617 Stimmen. Nun also 240 Stimmen mehr. «Das ist höchst erfreulich», sagt denn auch Nadja Stricker im Gespräch mit unserer Zeitung. «Ich bin sehr zufrieden.» Entsprechend positiv gehe sie nun in die kommenden Monate bis zu ihrem Amtsantritt am 1. Juni. Als Erstes werde sie ihre Stelle als Rickenbacher Gemeindeschreiberin künden. Die Einarbeitung in das neue Amt erfolge dann Stück für Stück – und stets mit dem Wahlresultat im Hinterkopf. «Das aus meinem Ergebnis spürbare Vertrauen der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ist ein guter Grundstein für meinen Start als Gemeindepräsidentin», sagt Nadja Stricker und verspricht, die Kafi-Treffs aus ihrem Wahlkampf auch als Gemeindepräsidentin «in irgend einer Form» weiterzuführen.