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MÜNCHWILEN: Neue Bleibe für Demenzkranke

Die neue Demenzstation des Alterszentrums Tannzapfenland in Münchwilen ist bezugsbereit. Die Nachfrage ist gross: Ende Jahr dürfte sie ausgebucht sein. Jetzt stehen weitere Bauvorhaben an.
Olaf Kühne
Die Münchwiler Demenzstation ist von einem krankheitsgerecht gestalteten Garten umgeben. (Bild: Olaf Kühne)

Die Münchwiler Demenzstation ist von einem krankheitsgerecht gestalteten Garten umgeben. (Bild: Olaf Kühne)

Gerade mal vier Zimmer sind noch zu haben. Verwaltungsratspräsident Othmar Häne rechnet indes damit, dass die neue Demenzstation des Münchwiler Alterszentrums Tannzapfenland bereits Ende Jahr vollständig belegt sein wird – sechs Wochen nach ihrem Bezug.

Keine Frage, Demenzerkrankungen werden häufiger. Das wissen auch die Eigentümer des Zentrums; 13 Gemeinden und rund 600 Genossenschafter. Sie genehmigten die neue Station mit ihren 25 Plätzen vor zweieinhalb Jahren einstimmig und diskussionslos.

Konzept wird bis 2020 umgesetzt

Der Bau ist die erste von drei Etappen des Betriebskonzeptes 2020. «Daran arbeiten wir seit fünf Jahren», sagt Peter Büchi. Er war jahrzehntelang Verwaltungsratspräsident und leitet jetzt die Baukommission. In dieser Funktion kann Büchi mit der Einweihung der Demenzstation indes nur kurz durchschnaufen. Im Frühling startet die zweite Etappe des 18,7 Millionen Franken teuren Vorhabens. Sie kümmert sich bis 2018 um die bestehende Infrastruktur: Der Ostflügel wird für die Aktivierungstherapie umgebaut, Personalräume erweitert. Büros, Apotheke und Speisesaal werden renoviert.

Als letzte Etappe werden bis 2020 zwischen den bestehenden Alterswohnungen und der neuen Demenzstation in einem dreistöckigen Bau 17 zusätzliche Alterswohnungen gebaut.

Herausforderung für Architekten

Kurz vor der Eröffnung der Demenzstation herrscht im Achteinhalb-Millionen-Bau sprichwörtlich das emsige Treiben. Handwerker verpassen der Einrichtung den letzten Feinschliff. 15 Monate nach der Grundsteinlegung verläuft alles im Zeitplan. 25 Demenzkranke finden im zweigeschossigen Neubau eine neue Bleibe – gestaltet nach den neuesten Erkenntnissen, wie der Sirnacher Architekt und Bauleiter Raimondo Baumgartner erklärt: «Es war eine spannende Herausforderung für uns. Von der Farbgestaltung bis hin zu den Fluchtwegen mussten wir sehr vielen Anforderungen gerecht werden.»

Mit dem Ausbau des Alterszentrums wächst auch dessen Personalbestand. Zehn zusätzliche Mitarbeiter wird Zentrumsleiterin Renate Merk beschäftigen, davon sieben in der Pflege. Qualifiziertes Personal zu finden sei zwar generell schwierig, sagt Merk – aber: «Wir haben Glück. Viele unserer bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter interessieren sich für die Demenzpflege.»

Tag der offenen Tür zur Eröffnung der neuen Demenzstation: Samstag, 5. November, 11-17 Uhr

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