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MÜNCHWILEN: Mehr als nur Leuchtwesten und Velohelme

In zwei Wochen stimmt der Bezirkshauptort über ein Verkehrskonzept ab. Zwei der vier Ortsparteien stehen hinter der Vorlage. Selbst die Schule äussert sich.
Olaf Kühne
Auf dem neu gestalteten Strassenabschnitt vor der Bahnhaltestelle soll künftig Tempo 30 gelten. (Bild: PD)

Auf dem neu gestalteten Strassenabschnitt vor der Bahnhaltestelle soll künftig Tempo 30 gelten. (Bild: PD)

Olaf Kühne

olaf.kuehne@thurgauerzeitung.ch

Es geht um Millionen. Doch das Geld steht – für einmal – nicht im Fokus der bevorstehenden Abstimmung in Münchwilen (siehe Kasten). Themen wie Verkehr und Sicherheit vermögen genau so zu bewegen.

So verschickte selbst Schulpräsident Lukas Weinhappl namens der Schulbehörde eine Medienmitteilung. Dass sich eine Schulgemeinde in die Vorlage einer Politischen Gemeinde einmischt, hat Seltenheitswert. Angesichts der Thematik ist die Stellungnahme der Schulvorsteher dennoch naheliegend.

«Tempo 30 wirkt nicht nur in Wohnquartieren»

«Sichere Schulwege sind für die Schule seit jeher ein Thema», schreibt Weinhappl denn auch einleitend. «Egal, ob dies die Aufklärungs- und Schulungsaufgaben in Sachen Strassenquerung, Leuchtwesten, Velobeleuchtung oder Helmtragung betrifft.» Grundlage der Thematik seien immer die eigentlichen Schulwege – zu Fuss oder mit dem Velo. Wenn Temporeduktionen die Sicherheit in Wohnquartieren erhöhen, so sei dies auf der auch künftig stark befahrenen Ortsdurchfahrt genau so der Fall, ist die Schulbehörde überzeugt. Zudem erhalte der Langsamverkehr, sprich Fussgänger und Velofahrer, durch das Gestaltungskonzept mehr Raum und werde vom motorisierten Verkehr entflechtet.

Zwei Parteiversammlungen stehen noch aus

Zustimmung erfährt das Vorhaben auch von den zwei Münchwiler Ortsparteien, die bereits ihre Parolen zur Abstimmungsvorlage gefasst haben: FDP und Grüne empfehlen zweimal ein Ja. «Die Grüne Partei ist gegenüber Ausbauten und Optimierungen im Strassennetz grundsätzlich sehr kritisch», beginnt Parteipräsidentin Sibylle Stör ihre Medienmitteilung. Eine Mehrheit der Parteimitglieder sehe jedoch, dass durch das Projekt der Langsamverkehr durch verschiedene Massnahmen gefördert werde. Mit den Neugestaltungen und den Veränderungen im Zentrum werde zudem «die Aufenthaltsqualität im Dorf deutlich verbessert» und Münchwilens Erscheinungsbild aufgewertet.

Ins selbe Horn stösst auch die FDP. Parteipräsident Roland Aeby führt weiter ins Feld, dass das Vorhaben Siedlungs- und Verkehrspolitik besser aufeinander abstimme, was letztlich eine Investition in die Zukunft sei. Und dass der Bund sich im Rahmen des Agglomerationsprogrammes finanziell beteiligt, sei «eine einmalige Gelegenheit». SVP und CVP fassen ihre Parolen kommende Woche.

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