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MÜNCHWILEN: Kranken Eschen sind bereits Äste abgebrochen

Das kantonale Tiefbauamt muss Eschen entlang des Autobahnzubringers fällen lassen, weil sie von der Eschenwelke geschwächt und dadurch ein Sicherheitsrisiko sind. Für den motorisierten Verkehr gibt es während der Arbeiten keine Einschränkung.
Die Holzung betrifft an der Q20 den Abschnitt zwischen dem Gerichtsgebäude und der Autobahn A1. (Bild: Roman Scherrer)

Die Holzung betrifft an der Q20 den Abschnitt zwischen dem Gerichtsgebäude und der Autobahn A1. (Bild: Roman Scherrer)

Das Fällen von Bäumen stosse bei den Leuten oft auf Unverständnis, sagt Gregor Kretz. Der Leiter des Amts für Bau und Umwelt in Münchwilen hat für die aktuellen Gemeindenachrichten einen Artikel geschrieben, in dem er über den bevorstehenden Sicherheitsholzschlag an der Q20 informiert. Dort haben Verantwortliche des kantonalen Tiefbauamts und der Revierförster auf einer Begehung entlang der Murg bei vielen Eschen die sogenannte Eschenwelke – einen Pilzbefall – festgestellt. Diese lässt die Verästelung der Bäume nach und nach absterben. «Bei den letzten starken Böen sind bereits Äste abgefallen», sagt Gregor Kretz. Schäden habe dies glücklicherweise nicht angerichtet. Die kranken Eschen stellen allerdings ein Sicherheitsrisiko sowohl für Fussgänger und Velofahrer als auch für den Strassenverkehr dar.

Holzung ist auch Pflegemassnahme

Den Artikel in den Gemeindenachrichten hat Kretz geschrieben, um in der Bevölkerung ein Verständnis für die Holzung zu bezwecken. «Wo Bäume fallen, werden auch immer Emotionen geweckt. Den Leuten soll aber bewusst sein, dass man nicht einfach so abholzen geht.» Zur bevorstehenden Baumfällung an der Q20 habe es aber bis jetzt noch kaum Rückmeldungen gegeben, sagt Kretz. Nebst dem Sicherheitsaspekt sei eine Holzung auch eine dauerhafte Pflegemassnahme, mit der sichergestellt werde, dass das Gehölz gesund und nicht überaltert ist. Der Holzschlag an der viel befahrenen Kantonsstrasse sollte gemäss Kretz ohne Probleme möglich sein. Die Bäume sollen nämlich in Richtung des Baches gefällt werden. An der Q20 – auf dem Abschnitt zwischen dem Gerichtsgebäude und der Autobahn – müssen nur einzelne Bäume, etwa zehn Stück, gefällt werden.

«Es wird also längst nicht das ganze Murgufer abgeholzt», betont Kretz. Während des Holzschlags kann der motorisierte Verkehr normal geführt werden. Für Fussgänger und Velofahrer wird eine Umleitung signalisiert sein. Die Forstarbeiten sind bis Ende März abgeschlossen.

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

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