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MÜNCHWILEN: Einbruchserie bringt Haftstrafe

Das Bezirksgericht Münchwilen verurteilte am Donnerstagnachmittag einen Italiener zu einer Gefängnisstrafe. Er hatte in der Region Einbrüche begangen und im Drogenrausch einen gestohlenen Lieferwagen gefahren.
Christof Lampart
Bei drei Firmen im Hinterthurgau brach der Täter ein und richtete erheblichen Sachschaden an. (Symbolbild: ky/Walter Bieri)

Bei drei Firmen im Hinterthurgau brach der Täter ein und richtete erheblichen Sachschaden an. (Symbolbild: ky/Walter Bieri)

MÜNCHWILEN. Der 28jährige Mann stahl einen Lieferwagen und fuhr diesen im Drogenrausch (Amphetamine, Marihuana) ohne im Besitz eines Führerausweises zu sein von Eschlikon in Richtung Neftenbach. Dort geriet er in eine Polizeikontrolle und wurde nach einer missglückten Flucht verhaftet. Nun befindet sich der Italiener seit Januar im vorzeitigen Massnahmenvollzug. Er war des mehrfachen Diebstahls und mehrfachen Versuchs dazu, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, der Behinderung einer Amtshandlung, des mehrfachen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, der mehrfachen Entwendung zum Gebrauch, des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung und der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes angeklagt. Die Delikte beging der Mann im Zeitraum zwischen dem 22. Juni und dem 9. Juli des vergangenen Jahres. Konkret war der Mann in diesem Zeitraum bei drei Firmen in Aadorf und bei einer in Hagenbuch eingestiegen, wobei die erbeutete Summe eher gering, der Schaden jedoch erheblich war.

Schweres Verschulden

Am Donnerstag stand der Mann vor dem Bezirksgericht Münchwilen. Da sich die Parteien auf ein abgekürztes Verfahren geeinigt hatten, war diese bereits nach einigen Minuten wieder abgeschlossen. Dazwischen antwortete der Angeklagte auf die Frage, ob er die diversen Verfehlungen begangen habe, jedes Mal einsilbig, aber deutlich vernehmbar mit «Ja». So verwunderte es nicht, dass der Richter den Anträgen der Staatsanwaltschaft folgte und den Dieb in allen Punkten schuldig sprach.

In der Urteilsbegründung hielt der Richter fest, dass «die Anklage mit dem Ergebnis übereinstimmt, und dass die beantragten Sanktionen angemessen sind». Das Gericht beurteilte das Verschulden des Mannes, der bis heute keine Lehre abgeschlossen hat und sich bis anhin mit Gelegenheitsarbeiten durchs Leben schlug, als schwer, zumal er trotz diverser Vorstrafen und bereits erfolgter Massnahmen keine grundlegende Verhaltensänderung in seinem Leben an den Tag gelegt habe. So war der Mann bereits im September 2010 zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten und im Juni 2012 zu gemeinnütziger Arbeit von 720 Stunden verurteilt worden. Die gleichartigen Vorstrafen hatten eine massive Straferhöhung zur Folge. Strafmindernd wurde dem Mann die Geständnisbereitschaft und die psychiatrisch attestierte, leicht verminderte Zurechnungsfähigkeit zugute gehalten.

22 Monate und 36 000 Franken

Das Gericht verurteilte den Mann zu 22 Monaten Haft und einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 20 Franken (oder bei Nichtbezahlen ersatzweise 10 Tage Haft), wobei die Untersuchungshaft von 69 Tagen und der vorzeitige Strafvollzug von 132 Tagen angerechnet werden. Zudem ordnete das Gericht eine stationäre Massnahme im Sinne des bereits seit dem Januar laufenden vorzeitigen Massnahmenvollzugs an. Der Mann anerkannte zudem knapp 11 000 Franken an Zivilforderungen dem Grundsatz nach, doch wurde die konkrete Forderung von rund 10 200 Franken auf den Zivilweg verwiesen. Ausserdem muss er Verfahrenskosten von über 19 800 Franken sowie Anwaltskosten von über 6000 Franken bezahlen, sollte der heute mittellose Mann irgendwann dazu wieder in der Lage sein.

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