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MÜNCHWILEN: Ein Quartett für einen Sitz

Gleich vier Personen bewerben sich für einen freien Sitz in der Schulbehörde des Hinterthurgauer Bezirkshauptortes. Auch der Mann der zurücktretenden Pia D’Angelo stellt sich am 4. März zur Wahl.
Simon Dudle
Verena Blatter, 35-jährige Hausfrau, Münchwilen.

Verena Blatter, 35-jährige Hausfrau, Münchwilen.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

«Für den Stimmbürger ist diese Auswahl gut, aus der Sicht der Schule hingegen zweischneidig», sagt Lukas Weinhappl, seit vergangenem Sommer Präsident der Volksschulgemeinde Münchwilen. Für die Münchwilerinnen und Münchwiler ist es positiv, weil sie eine Auswahl haben. Aus der Optik der Schulbehörde gibt es aber drei Verlierer, die zu einem späteren Zeitpunkt wohl nicht erneut kandidieren werden. «Wir haben nicht aktiv nach Kandidaten gesucht. Sie sind aus freien Stücken auf uns zugekommen. Warum es diese Anhäufung gibt, weiss ich nicht», sagt Weinhappl. Bevor die Kandidaturen publik gemacht wurden, hat er alle Interessenten über die Ausgangslage informiert. Niemand hat zurückgezogen.

Am 4. März haben die Münchwiler an der Urne die Qual der Wahl. «Man kann davon ausgehen, dass es zu einem zweiten Wahlgang kommen wird», sagt Weinhappl. Dieser würde im Juni stattfinden. Wann der Amtsantritt des neuen Behördenmitglieds sein wird, steht noch nicht fest und hängt davon ab, ob die Entscheidung bereits im März fällt. Er soll so schnell wie möglich sein, da Pia D’Angelo ihr Amt bereits per Ende 2017 niederlegte. Nachdem sie ihr Arbeitspensum bei der Staatsanwaltschaft erhöht hatte, blieb zu wenig Zeit für Beruf, Familie und die Behördentätigkeit. Pia D’Angelo war Vizepräsidentin der Volksschulgemeinde – zusammen mit Daniel Lüthi, der diese Funktion seit Jahresbeginn alleine inne hat.

Das sind die vier Kandidaten

Alle vier Kandidaten kommen aus dem Dorf Münchwilen, womit alles darauf hinausläuft, dass St. Margarethen in der Behörde weiterhin nicht vertreten sein wird. Drei der vier Kandidaten sind vom Alter her Mitte 30, Mike Thoma ist 50-jährig. Nicht nur deshalb sticht er heraus: Thoma ist der Mann der zurückgetretenen Pia D’Angelo.

Die Kandidaten in alphabetischer Abfolge (Nachname):

Verena Blatter, 17.10.1982, Hausfrau, Münchwilen: Sie bezeichnet sich als Quereinsteigerin und sieht es als Vorteil an, wenn Persönlichkeiten mit unterschiedlichem Werdegang in einer Schulbehörde vertreten sind. Sie nimmt für sich in Anspruch, konsens- und teamfähig zu sein und offen sowie direkt kommunizieren zu können. Sie ist Mutter von schulpflichtigen Kindern.

Markus Gehret, 16.2.1981, Verkaufsleiter, Münchwilen: Der zweifache Familienvater ging in Münchwilen zur Schule und wuchs in der Wohnung oberhalb der Turnhalle Oberhofen auf. Seine Kinder werden dereinst ebenfalls in Münchwilen beschult. Er bringt 15 Jahre Praxiserfahrung im Baugewerbe mit, ehe er auf die Seite der Hersteller und Berater wechselte.

Florinda Sabatino-Zagaria, 10.11.1982, Psychotherapeutin, Münchwilen: Die gebürtige Münchwilerin fühlt sich mit der Gemeinde eng verbunden. Die Mutter dreier Kinder arbeitet oft mit Schulen zusammen, wenn es darum geht, eine Lösung für Kinder und Jugendliche zu finden, die eine besondere Schwierigkeit oder Belastung erleben. Schulentwicklung interessiert sie.

Mike Thoma, 9.5.1967, Betriebsökonom HWV, Münchwilen: Er wohnt seit zehn Jahren im Hinterthurgauer Bezirkshauptort. Von seinem Beruf her sei er es sich gewohnt, strategisch und lösungsorientiert zu arbeiten. Alle im Team müssten am gleichen Strick ziehen. Oft würden Ziele nur erreicht, wenn man bereit sei, Kompromisse einzugehen. Er ist Vater von zwei schulpflichtigen Söhnen.

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