MÜNCHWILEN: Ein paar Stunden Schlager statt Theater

Nachdem am Freitag noch «Die Stickerin» aufgeführt worden war, standen am Samstag die Paldauer auf der Bühne des Münchwiler Alfred-Sutter-Parks. 650 Zuschauer wohnten dem Konzert bei. Lokalmatadorin Marleen hatte zuvor den Abend musikalisch eröffnet.

Rudolf Steiner
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Die Paldauer spielten bis kurz vor Mitternacht unter freiem Himmel.

Die Paldauer spielten bis kurz vor Mitternacht unter freiem Himmel.

MÜNCHWILEN. Von weit her strömten die Besucher ans erste Freiluftkonzert im idyllischen Alfred-Sutter-Park in Münchwilen. Angekündigt waren die Sängerin Marleen aus Oberbüren und die österreichische Partyband Paldauer. Die sechs Musiker aus der Steiermark sind ein Garant für ein volles Haus – oder in diesem Fall für eine volle Tribüne.

Ohne Begleitung

Obwohl der Grossteil des Publikums an diesem noch nicht sommerlich warmen Sommerabend wegen den Paldauern nach Münchwilen gekommen war, zeigte sich dieses bereits beim knapp 40minütigen Auftritt der quirligen Marleen von Beginn an begeistert und in bester Stimmung. Schon zum ersten Song «Mandolino» klatschte und schunkelte es beim Auftritt der in Uzwil aufgewachsenen Sängerin. Sie stand ohne Begleitmusiker auf der grossen Bühne, hatte aber trotzdem sofort Kontakt zum bestens gelaunten Publikum. Mit einem Medley von bekannten Volksmusiksongs verabschiedete sie sich und gab die Bühne frei für die Paldauer.

Die sechs ganz in weiss gekleideten Volksmusikanten mit Bandleader Franz Griesbacher (Schlagzeug, Gesang), Didi Ganshofer (Gitarre, Gesang), Erwin Pfundner (Saxophon, Gesang), Tony Hofer (Bass, Gesang), Harry Muster (Trompete, Keyboard, Gesang) und dem einzigen Nichtsteirer, dem aus Höchst stammenden Vorarlberger Renato Wohllaib (Keyboard, Gesang), wurden vom Publikum bereits beim Betreten der Bühne stürmisch begrüsst. Denn für viele im Publikum war es nicht das erste Konzert mit ihren Volksmusiklieblingen, denen sie teilweise von Konzert zu Konzert nachreisen. Franz Griesbacher geizte nicht mit Komplimenten ans Publikum und begrüsste in der halbstündigen Pause des knapp drei Stunden bis kurz vor Mitternacht dauernden Konzerts viele seiner vor allem weiblichen Fans, die er von früheren Auftritten her kannte.

Zufriedener Organisator

Ganz zum Schluss des Konzerts holte er Willy Hollenstein, den umtriebigen Veranstalter, Organisator und Produktionsleiter der Bühne Thurtal, auf die Bühne. Der 66jährige Hollenstein sagte gutgelaunt kurz nach Mitternacht: «Ich bin restlos zufrieden mit diesem erstmaligen, grossartigen Konzert auf dieser Bühne. Es hat alles gestimmt.»

Schon am kommenden Freitag wird an gleicher Stelle wieder Theater gespielt und das Stück «Die Stickerin» aufgeführt. Bis zur Dernière am 12. August sind noch mindestens elf weitere Vorstellungen geplant.

Marleen mit einer Art Heimspiel. (Bilder: Rudolf Steiner)

Marleen mit einer Art Heimspiel. (Bilder: Rudolf Steiner)