MONTAGE: Wiler Bär ziert das Baronenhaus

Gestern Nachmittag wurden am Turm des Baronenhauses in Wil neue Fensterläden montiert. Diese sind mit dem Wiler Wappen versehen und sollen dem stattlichen Gebäude etwas Pep und Farbe verleihen.

Miranda Diggelmann
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Seit gestern ziert das alte Wiler Wappen die neuen Fensterläden des Baronenhaus-Türmchens. (Bilder: Miranda Diggelmann)

Seit gestern ziert das alte Wiler Wappen die neuen Fensterläden des Baronenhaus-Türmchens. (Bilder: Miranda Diggelmann)

Miranda Diggelmann

miranda.diggelmann@wilerzeitung.ch

Wegen Schäden an den Fensterläden an der Ost- und Nordseite des Baronenhaus-Türmchens in der Altstadt von Wil mussten diese ersetzt werden. Bisher waren die Fensterläden schlicht grau. Ruedi Schär, Mitglied des Ortsbürgerrates, hatte die Idee, die neuen Fensterläden mit dem Wiler Wappen zu schmücken. «Ich war mir sicher, dass dies ein Hingucker sein würde und dem Ba­ronenhaus, welches meiner Meinung nach eines der schönsten Gebäude der Stadt ist, noch mehr Farbe und Leben verleihen würde», sagt er. Nach der Genehmigung der Baubewilligung konnte diese Idee realisiert werden.

Zwei bis drei Arbeitstage investiert

Die Thalmann Holzbau AG hat den Bau der Holzrahmen übernommen. Die anspruchsvolle Aufgabe des Anstrichs mit dem Wiler Wappen und die Montage wurde von Maler Bruno Egli ausgeführt. «Ich investierte bestimmt zwei bis drei ganze Arbeitstage ins Malen der Fensterläden», sagt er. Die neuen Fensterläden kosten insgesamt 6000 bis 7000 Franken.

Schon länger hat der Ortsbürgerrat auch von einer Sanierung der Fassade des Baronenhauses gesprochen. Diese soll aber laut Ruedi Schär noch nicht bald erfolgen, da noch keine grösseren Schäden an der Fassade vorhanden sind. Rückstellungen dafür wurden aber bereits gemacht.

Was das Wiler Wappen damit zu tun hat

Das Baronenhaus gehört der Ortsgemeinde. Dies ist auch der Grund dafür, weshalb gerade das ursprüngliche Wiler Wappen die Fensterläden ziert. In einer Ortsbürgerversammlung im Jahre 2012 wurde bestimmt, dass die Ortsgemeinde trotz der Eingemeindung von Bronschhofen das ursprüngliche Wappen behalten soll. Schliesslich sei es aus historischer Sicht nicht nachvollziehbar, dass ein Stadtwappen dem inkorporierten Dorf angepasst werden soll, sagt Ruedi Schär. Damit verlöre ein Ort ein äusseres Zeichen seiner Identität. So sind die Fensterläden des Ba­ronenhauses schlicht und einfach mit dem Wiler Wappen geschmückt.

Wieso das Wiler Wappen einen Bären trägt

Als Äbtestadt hat Wil einen Bezug zum St. Galler Kloster genauso wie beispielsweise die Städte Gossau oder Altstätten. Aus diesem Grund haben viele dieser Städte den Bären im Wappen, der erstmals im Wappen des St. Galler Klosters auftrat. Grund ist Gallus, der von einem Bären Hilfe beim Bau seiner Klause erhalten hatte (siehe Infobox).

Maler Bruno Egli montierte die Fensterläden.

Maler Bruno Egli montierte die Fensterläden.