«Mondlandung» gemeistert

Zusammen mit den Mitarbeitenden hat das Micarna-Team bei einem Grillfest das Olympiaprojekt beendet. Die 384 400 Kilometer auf den Mond sind gemeinsam zurückgelegt worden.

Urs Huwyler
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Nicola Spirig zeigt ihre Medaille gerne, aber sie lässt sie dabei nicht los. (Bild: Urs Huwyler)

Nicola Spirig zeigt ihre Medaille gerne, aber sie lässt sie dabei nicht los. (Bild: Urs Huwyler)

POLYSPORTIV. Noch steht dem 27köpfigen Micarna-Team mit den Paralympics in Rio ein weiterer Höhepunkt bevor. Das Rollstuhl-Duo Sandra Graf (Gais) und Manuela Schär (Kriens) gehört mehrfach zu den Podestplatz-Anwärterinnen. «Schon bei Olympia waren unsere Sportler erfolgreich. Nicola Spirig gewann Silber, Giulia Steingruber Bronze, wurde zudem Achte und Zehnte; Pablo Brägger und Selina Büchel verpassten als Neunte den Final hauchdünn; Jolanda Neff sicherte sich als Sechste und Achte zwei Diplome, Michael Albasini war Animator des Strassenrennens. Gleichzeitig gewann Daniel Hubmann an der OL-WM in Schweden dreimal Bronze und einmal Silber, Martin Hubmann Silber», freute sich beim Treffen Unternehmensleiter Albert Baumann (Wil).

Das im März gestartete Olympiaprojekt der Micarna-Gruppe ist damit abgeschlossen. Zusammen mit den Mitarbeitenden sollte (mit Schrittzählern gemessen) die Strecke zum Mond zurückgelegt werden. Anfangs Juli waren die 384 400 Kilometer mit über 300 Teilnehmern übertroffen. Insgesamt beteiligten sich doppelt so viele Angestellte als angenommen am Projekt. «Wir werden auch künftig versuchen», so Albert Baumann, «gemeinsam unsere Mitarbeitenden zum Sporttreiben zu animieren. Die Teammitglieder werden sich ebenfalls engagieren.»

Spezielles Team

Am jährlichen firmeninternen «Danke schön»-Grillfest in Bazenheid mischten sich Nicola Spirig, Giulia Steingruber, Selina Büchel, Pablo Brägger, Sandra Graf, Daniel und Martin Hubmann, Nöldi Forrer, Beda Klee, Stefan Küng, Michael Albasini und Beat Hefti unter die Angestellten, standen für Privatfotos zur Verfügung, schrieben Autogramme, präsentierten die Medaillen. Manche staunten, wie schwer (rund 500 Gramm) olympisches Edelmetall ist. Einmal die Medaille von Nicola Spirig oder Giulia Steingruber in der Hand halten zu können war ein Erlebnis.

Es sei beeindruckend, dass die Sportlerinnen und Sportler spontan zu einem Grillplausch nach Bazenheid kämen, fand nicht nur Albert Baumann. «Wir sehen sie immer wieder im Fernsehen, lesen und hören von ihnen. Jetzt sitzen sie unter uns, essen ohne Allüren eine Bratwurst mit, alle duzen sich, das ist speziell. Wir werden sie künftig noch intensiver verfolgen», war an einem Tisch zu hören.

Einzigartiges Sponsoring

Und was sagen die Sportler? «Es macht Spass, einem Team mit Athleten aus den verschiedensten Sportarten anzugehören. Wir freuen uns, einander zu sehen, können uns austauschen», lautet der Tenor bei den Welt- und Europameistern. «Dass uns Albert Baumann mit der Micarna die Möglichkeit bietet, ist einzigartig. Es handelt sich um kein klassisches Sponsoring. Sonst wären wohl viele von uns nicht dabei und das Interesse, in diesem Team aufgenommen zu werden, nicht derart gross.»

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