MOGELSBERG: Schon wieder ein Mann ausgezeichnet

Am Samstag wurde Künstler Kurt Schär mit dem fünften Toggenburger Kulturpreis bedacht. Zum vierten Mal kommt einem Mann diese Ehre zupass.

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Der Preis wanderte dieses Jahr auf die Hügel ins Blockhaus beim neuen Baumwipfelpfad im «Steinwäldli» bei Mogelsberg. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung für den Kunstschaffenden Kurt Schär aus Ebersol. Er hätte, wenn er nicht ein Schöpfer eher schwererer und grösserer Werke wäre und sie an die Preisübergabe mitnehmen wollte, auch zu Fuss kommen können.

Simon Keller, der für ein Jahr Besitzer des symbolischen Wanderstocks mit Vesperkorb gewesen war, übergab nach ein paar lobenden Worten den Stock an den fünften damit Ausgezeichneten, den 74-jährigen Skulptureur Schär. Vreni Wild, Vizepräsidentin des Vereins Toggenburg Kultur, bezeichnete den Künstler als stillen Schaffer, der in der Vergangenheit viel mehr durch seine Figuren an diversen Wegrändern im Toggenburg aufgefallen sei als durch seine Person. Damit wurde bei der fünften Vergabe des Preises samt Check über 5000 Franken zum vierten Mal ein männlicher Kunstschaffender ausgezeichnet. Für Schär könnte es nun bedeuten, dass er, der gemäss den Regeln des Wanderpreises selber den nächsten Preisträger oder eben die Preisträgerin bestimmen kann, nach einer künstlerisch tätigen Toggenburgerin Ausschau halten darf oder sollte.

Unverwechselbar sind Schärs «Wächter» mit einem speziellen, erhabenen Lächeln im Gesicht. Exakt das sind Schärs Holz-Ton-Figuren – aber auch die halbabstrakten Werke aus Metall oder Ton und die aus einem Stück Blech herausgelaserten und gefalteten Tiere.

Michael Hug

redaktion@wilerzeitung.ch