Möglichst viel Material wiederverwerten

Unter dem Motto «Die FDP öffnet die Türen» luden die freisinnigen Ortsparteien von Uzwil und Oberuzwil zu einer Besichtigung der Markus Schiess AG ein, die an der Gruebenstrasse in Niederuzwil einen Entsorgungshof betreibt. Um die Arbeitsabläufe zu optimieren, wurde der Betrieb um einen Anbau erweitert.

Philipp Stutz
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Sammeln und sortieren – Beatrix Schiess und Sohn Marco inmitten ausgedienter Waschmaschinen. (Bild: Philipp Stutz)

Sammeln und sortieren – Beatrix Schiess und Sohn Marco inmitten ausgedienter Waschmaschinen. (Bild: Philipp Stutz)

NIEDERUZWIL. Bei der Markus Schiess AG kann jedermann seinen Abfall loswerden. «Mit grossem Einsatz wird das, was die Gesellschaft entsorgt, sortiert und als Rohstoff wieder in verschiedenen Produktionen verwertet», sagte Bruno Lusti, Präsident der FDP Uzwil, bei der Begrüssung. Lediglich ein kleiner Teil des Abfalls werde noch über die Kehrichtverbrennung entsorgt.

Abfall ist Wertstoff

«Wir nehmen alles entgegen, auch Sonderabfälle», betonte Geschäftsführerin Beatrix Schiess. Inhaber Marco Schiess fügte hinzu: «Abfall ist Wertstoff. Deshalb sind wir bestrebt, das Gesammelte in einen vernünftigen Recyclingprozess einzuführen.» Ist doch die Wiederverwertung essenzieller Bestandteil des Wirtschaftskreislaufes und unabdingbare Massnahme zum verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt, auch im Hinblick auf zukünftige Generationen.

Sortieren und trennen

Marco Schiess führt den Familienbetrieb bereits in dritter Generation. 1957 hatte Ulrich Schiess als Lumpensammler in Niederbüren begonnen, wie diese Berufsgattung damals eher despektierlich genannt wurde. Später verlegte Schiess den Geschäftssitz nach Niederuzwil und übergab den Betrieb seinem Sohn Markus. Heute beschäftigt die Markus Schiess AG 16 Mitarbeiter. Zur Infrastruktur zählen sechs Lastwagen, Mulden, Presscontainer und Stapler. «Wir sind zufrieden mit dem Geschäftsgang», sagte Beatrix Schiess, ohne Zahlen zu nennen. Konnte das Unternehmen doch durch einen Anbau erweitert werden. «Dies ermöglicht uns, die Betriebsabläufe zu optimieren», sagte Marco Schiess und fügte hinzu: «Unser Ziel besteht darin, möglichst alles Material wieder zu verwerten.» Entscheidend für das fachgerechte Recycling sei das Trennen der Wertstoffe – möglichst viel sortieren und trennen.

Kühlschränke und Sagex

Selbstentsorgung ist bei kleineren und mittleren Unternehmen und bei Privatpersonen immer beliebter. Und so werden bei der Markus Schiess AG beispielsweise jährlich zwischen 18 000 bis 24 000 Kühlschränke angeliefert. Hinzu kommen Waschmaschinen, Pneus, der Baustoff Sagex, der wiederverwertet wird, zwischen 500 und 600 Tonnen Alteisen, Altholz sowie Sperrgut – Schränke, Garderoben, Polstermöbel, Schreibtische und alles Sperrige, das nicht mehr gebraucht wird. Altpapier und Karton werden ebenso entsorgt wie Alt-Flachglas, Elektroschrott und Kunststoff.

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