MITGLIEDERVERSAMMLUNG: «Das Kinder-Dörfli ist kein Abfallkübel»

Sparübungen und mehr Schüler führten beim Kinder-Dörfli Lütisburg zu einem guten Jahresabschluss. Ab diesem Sommer wird eine Mädchenwohngruppe für soziales Lernen eingeführt.

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Die Bestrebungen waren erfolgreich. Franz Müller, Präsident der Verwaltungskommission des Kinder-Dörflis Lütisburg, hatte vor Jahresfrist angekündigt, die Schülerzahl erhöhen zu wollen. Die durchschnittliche Belegung konnte von 49 im Jahr 2015 auf 58 gesteigert werden. Dies wirkte sich positiv auf das Rechnungsergebnis aus. Statt des budgetierten Defizits von 716 000 Franken resultierte ein Überschuss von rund 408 200 Franken. Nebst der höheren Schülerzahl haben Sparbemühungen geholfen.

Gesamtleiter Urs Gasser informierte über die Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit dem Sonnenhof Ganterschwil, die gut angelaufen sei. Neu sei auch ein Mit­arbeiteraustausch vorgesehen. Ab Sommer werde eine Mädchenwohngruppe für soziales Lernen eingeführt. Dies für Schülerinnen, die schwierige Zeiten hinter sich haben. Gasser sagte: «Das Kinder-Dörfli ist kein Abstellplatz, sondern Beginn für eine gute Zukunft», sagte Gasser.

Im Sommer 2018 werde der Lehrplan 21 eingeführt. Bedenklich findet der Gesamtleiter, dass Kinder und Jugendliche immer später zugewiesen werden. Es sei schwierig, mit einem Neuntklässler innerhalb eines Jahres etwas zu schaffen und dem Schüler einen Lehrbeginn zu ermöglichen.

Peter Jenni

redaktion@wilerzeitung.ch

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