Mit Wolle und Filz, Licht und Schatten

Das Puppentheater Roosaroos war am Sonntagnachmittag bei Kultur in Mogelsberg zu Gast im Gasthaus Rössli. Mit «Aschenputtel» begeisterten die Künstler die kleinen und grossen Zuschauer.

Melanie Graf
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Silvia und Stefan Roos erzählten mit ihren Puppen die Geschichte von «Aschenputtel». (Bild: meg.)

Silvia und Stefan Roos erzählten mit ihren Puppen die Geschichte von «Aschenputtel». (Bild: meg.)

MOGELSBERG. Einmal im Jahr organisiert der Kulturverein Kultur in Mogelsberg eine Veranstaltung für Kinder. Zahlreiche Kinder mit ihren Mamis und Papis strömten am Sonntagnachmittag ins «Rössli». Ein Klassiker wartete auf sie.

Jedes Kind kennt es, das Märchen von Aschenputtel. Die Geschichte wird in verschiedenen Variationen erzählt. Mal heisst das Mädchen Aschenbrödel, mal Cinderella, oder eben Aschenputtel. Der Kern der Geschichte ist aber immer derselbe. Am Ende bekommt das arme Mädchen den Prinzen doch noch.

Das Puppentheater Roosaroos zeigte am Sonntag im Saal des Gasthauses Rössli in Mogelsberg eine ganz phantasievoll umgesetzte Version aus der Feder der Gebrüder Grimm.

«Offene Spielweise»

Das Puppentheater Roosaroos besteht aus Silvia Roos und Stefan Roos. Seit 16 Jahren zieht das Künstlerpaar aus Turgi mit ihrer Wanderbühne durch die Lande. Ihr Publikum finden sie im Kleintheater, Schulen, Elternvereine und an Dorffesten. Sie spielen ihre Theaterstücke mit Filzfiguren, Wolle, Stoffen, Masken, Licht und Schatten. Silvia und Stefan Roos selbst sind Bestandteil des Stücks, immer wieder treten sie auf eine Weise in Erscheinung. Sie spielen mit den Figuren, gestikulieren mit ihren Händen, halten Masken vor ihr Gesicht, umwickeln sich mit dem Stoff des Vorhangs und spielen dabei die eine oder andere Rolle. Dann stehen sie wieder vor ihr Publikum und erzählen Teile der Geschichte.

Als «Offene Spielweise» bezeichnet Stefan Roos diese Art Puppentheater, anders könne er die Spielart gar nicht bezeichnen. Silvia Roos fügt an, dass sich das Figurentheater über die letzten 20 Jahre entwickelt habe. Für diese Art zu spielen gäbe es noch gar keine offiziellen Begriffe. Mit viel Phantasie und Liebe für Details, gelang es dem Künstlerpaar, die Kinder wie die Erwachsenen in den Bann zu ziehen. Es gelang ihnen, dass man mit Aschenputtel mitlitt und Abneigung für die bösen Stiefschwestern und deren Mutter empfand.

Neue Idee umgesetzt

«Aschenputtel» ist nur eines der Stücke aus dem aktuellen Repertoire der Künstler. «Die Odyssee», «Pitschi», «Hänsel und Gretel», «Foxtrott», «Der gescheite Hans» und «Der Wolf und die sieben Geisslein» tragen die Künstler mit im Gepäck.

Mit Letzterem war das Puppentheater Roosaroos vor zwei Jahren bei Kultur in Mogelsberg zu Gast. Die Ideen gehen den beiden noch lange nicht aus. Ende Oktober feierte das Puppentheater Roosaroos in Zürich mit der Geschichte «Die Bienenkönigin» Premiere.