Mit vereinten Kräften auf der Bühne

«Kampf der Vereine – wir blasen Euch weg» hiess es am Samstag in der Mehrzweckhalle des Oberstufenzentrums Thurzelg. Die Musikgesellschaft Oberbüren zelebrierte ihren Unterhaltungsabend fulminant und kurzweilig.

Christine Gregorin
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Das Musikantinnen und Musikanten bestechen mit schmissigem Sound. (Bild: Christine Gregorin)

Das Musikantinnen und Musikanten bestechen mit schmissigem Sound. (Bild: Christine Gregorin)

OBERBÜREN. Passend zu den lüpfigen Klängen der «Tiroler Holzhacker Buab'n» flogen vor der grossen Pause die Holzspäne. Mit Hilfe einer Astsäge schnitten die auserkorenen Vereinsmitglieder eine Scheibe Vierkantholz nach der anderen. Zeitgleich mit dem letzten Ton der Interpretation des Korps der Musikgesellschaft Oberbüren war der erste schweisstreibende Wettkampf auch schon zu Ende.

Sowohl der Militärschützenverein Oberbüren-Niederwil sowie der Jodlerclub Aelpli Niederwil als auch der STV Oberbüren und der Militärveloclub Oberbüren hatten im Vorfeld auf die Anfrage der Musikgesellschaft spontan zugesagt, um die angebotene Plattform, sich auf der Bühne zu präsentieren, dankbar zu nutzen.

Merkfähigkeit getestet

Nach dem ersten Körpereinsatz verlangenden Spiel war dann Geschicklichkeit gefragt. Galt es doch mittels gezieltem «Schuhwerfen» Punkte zu erringen. Das dritte und vierte Spiel standen im Zeichen der geistigen Merkfähigkeit. Bei ersterem ging es darum, möglichst viele Begriffe aus der durch die Musikantinnen und Musikanten brillant vorgetragenen Wettkampffuge auf Papier zu bringen.

Als Fuge wird ein musikalisches Kompositionsprinzip polyphoner Mehrstimmigkeit genannt, das durch eine besondere Anordnung von Imitationen gekennzeichnet ist, bei der ein musikalisches Thema – ähnlich wie ein Kanon – in verschiedenen Stimmen zeitlich versetzt auf unterschiedlicher Tonhöhe beginnend wiederholt wird. Die Musikgesellschaft intonierte ihren Sprechgesang ohne jegliche Instrumente. Die letzte Herausforderung outete sich als klassische Gedächtnisprüfung, bei der zuvor gesehene Begriffe wiedergegeben werden mussten.

Unter der Leitung von Dirigent Patrik Arnold präsentierte sich das Korps auf ansprechendem Niveau. Neben den die vier Spielformen begleitenden Kompositionen punkteten die Musikantinnen und Musikanten mit dem einst von Gloria Gainor gesungenen «I will survive» oder «Venus» von Robbie van Leeuwen. Zu begeistern wusste auch Michael Bublés «It's a beautiful day», bei dem Stephanie Bischof ein Vocalsolo gab.

Für den musikalischen Auftakt hatte das Jugendensemble Oberbüren-Niederwil gesorgt: Pippi Langstrumpf, Wicki und der König der Löwen entführten unter der Leitung von Jérôme Rickli die Zuhörer in ein bezauberndes Traumland.

Drei neue Veteraninnen

Auch an der diesjährigen Unterhaltung durfte der Präsident der Musikgesellschaft, Valentin Niedermann, Ehrungen vornehmen: Doris Hälg und Angela Niedermann für 25 Jahre aktives Musizieren als kantonale und Debora Bischof für deren 35jähriges Wirken als eidgenössische Veteranin. Alle drei hätten im Verein stets unterstützend mitgewirkt, sei es im Vorstand, als Organisatorin der Tombola, in der Musikkommission, als Uniformenverwalterin, Veteranenbetreuerin oder als gute Seele zugunsten des Jugendensembles und selbstverständlich auch an ihren Instrumenten.

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