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Mit Schweizer Fahne, aber ohne Kuhglocke: Fanclub unterstützt Pablo Brägger in Doha

Kunstturner Pablo Brägger weilt derzeit an der Weltmeisterschaft. Seine treusten Fans reisten nun auch nach Qatar und werden ihn vor Ort unterstützen. Was sie sich dort erhoffen, erzählten sie vor der Abreise.
Zita Meienhofer
Kunstturner Pablo Brägger kann mit der Unterstützung des «harten Kerns» seines Fanclubs auch an der Weltmeisterschaft in Doha rechnen: Götti Kosmas Brühwiler, Vater Karl Brägger, Armin Fürer und Hubert Frick (von links). (Bild: Zita Meienhofer)

Kunstturner Pablo Brägger kann mit der Unterstützung des «harten Kerns» seines Fanclubs auch an der Weltmeisterschaft in Doha rechnen: Götti Kosmas Brühwiler, Vater Karl Brägger, Armin Fürer und Hubert Frick (von links). (Bild: Zita Meienhofer)

Sie bezeichnen sich als «harter Kern» des Fanclubs von Pablo Bägger: Vater Karl, Götti Kosmas Brühwiler, Hubert Frick und Armin Fürer. Dazu gehören auch Pablos Mutter Susanne und seine Schwestern Corina und Martina. Die beiden Schwestern konnten es sich aber nicht einrichten, Bräger an den Weltmeisterschaften in Qatar anzufeuern, Mutter Susanne sagt: «Ich will da nicht hin, nicht in dieses frauenverachtende Land.» Gerne hätte der «harte Kern» Pablo Brägger während der ganzen Weltmeisterschaft unterstützt, doch zehn Tage, das war ihnen dann doch etwas zu lange. «Aufs Geratewohl habe wir dann Tickets bestellt», erklärt Kosmas Brühwiler. «Von Montag bis am Samstag werden wir nun die Schweizerinnen und Schweizer unterstützen können.»

Lautstark werden sie dies tun, so wie es sich die Kunstturner aus der ganzen Welt bereits von ihnen gewohnt sind. Pablo Brägger ist nicht nur der einzige Schweizer Kunstturner, der einen eigenen Fanclub hat, er hat auch einen Besonderen. Denn Brägger, Brühwiler, Fürer und Frick reisen mit geschmückten Schweizer Fahnen und der Kuhglocke an. Ein Markenzeichen, mit dem sie in der Kunstturn-Szene Bekanntheit erlangten und jeweils nicht nur von den Schweizern erkannt werden. «Kosmas wird jedes Mal von einem spanischen Turner persönlich begrüsst», sagt Hubert Frick und schmunzelt. Es sei wie in einer grosse Familie, fügt Kosmas Brühwiler an. Er, der sich jeweils die Glocke um den Hals hängt und «seinen» Pablo, aber auch die weiteren Schweizer Turnerinnen und Turner, mit seinem «Instrument» und seiner voluminösen Stimme anfeuert.

Den Optimismus nicht verloren

Die Niedergeschlagenheit, dass die Medaillen-Träume Bräggers bereits geplatzt sind, ist bei den Fans zu spüren. Kosmas Brühwiler sagt dann auch ohne Umschweife: «Ich war sehr enttäuscht». Vater Brägger doppelt nach: «Sie haben viele Fehler gemacht». Am Tisch wird analysiert, werden die Worte Bräggers, die er in das Mikrofon des Schweizer Fernsehens sagte, kommentiert. Kosmas Brühwiler wäre aber nicht Kosmas Brühwiler, wenn er nicht sofort wieder seinen Optimismus versprühen lassen würde. So prognostiziert er denn auch «einen achten Rang im Mehrkampffinal am Mittwoch». Es könnte für einen siebten Rang im Mannschaftswettkampf reichen, ist die einhellige Meinung am Tisch. Dann korrigiert Kosmas Brühwiler und lacht: «Sie erreichen den sechsten Platz, weil wir dann auch dort sind». Er hoffe ebenfalls auf den sechsten Rang, sagt Armin Fürer, der einzige Turner in der Runde – die anderen singen im Männerchor.

Vor Eintritt muss eine Hürde überwunden werden

Den sechsten Rang hat das Schweizer Team gestern erreicht. «Das ist wirklich schön, wir haben Freude», sagt Hubert Frick am Telefon und Kosmas Brühwiler ruft: «Wir sind sehr zufrieden, es war eine starke Konkurrenz».

Bevor die vier Fans aus der Schweiz die Weltmeisterschaft direkt in der Halle verfolgen können, müssen sie jeweils eine Hürde überwinden: Die Sicherheitskontrolle beschlagnahmt meist ihre Glocke, da das Mitbringen von harten Materialien nicht erlaubt ist. Kosmas Brühwiler sagte im Vorfeld: «Wir haben sie jedes Mal wieder zurückbekommen, manchmal braucht es einfach noch etwas mehr Cleverness.» Doch in Qatar blieben die Sicherheitsbeamten stur, da fanden auch die vier Schlitzohren aus der Schweiz keinen Weg, um Pablo Brägger und das Schweizer-Team mit ihrem Geläute anzufeuern. «Diesmal reichte es, dass wir die Fahnen schwenkten», so Frick.

Hinweis

Ein letztes Mal tritt Pablo Brägger beim Mehrkampffinal der Männer am Mittwoch, 14 Uhr, an. Die Weltmeisterschaft endet am kommenden Samstag.

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