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Mit Pixeln und auf Papier: Die Stadt Wil informiert auf Wunsch auch per Post

Die Stadt kommuniziert künftig digital – «Nicht nur» verdeutlichen die Behörden nun. Wer dies wünscht, erhält städtische Meldungen auch künftig gedruckt.
David Grob
Ein junger Interessierter informiert sich über den neuen Whatsapp-Newsletter der Stadt Wil. (Symbolbild: David Grob)

Ein junger Interessierter informiert sich über den neuen Whatsapp-Newsletter der Stadt Wil. (Symbolbild: David Grob)

Die Meldung löste Ende Januar einen kleineren Sturm der Entrüstung aus: Die Stadt Wil verzichtet künftig darauf, kostenpflichtige amtliche Mitteilungen in den beiden Lokalzeitungen «Wiler Zeitung» und «Wiler Nachrichten» zu publizieren. Empörte Leserbriefe waren die Reaktion, SVP- Stadtparlamentarier Erwin Böhi fordert per Motion die Fortführung amtlicher Publikationen auch in Zeitungen.

Jetzt schiebt die Stadt eine Medienmitteilung nach, um die Wogen etwas zu glätten. Die Kernbotschaft: Die Stadt lässt Haushalten, die dies wünschen, einmal wöchentlich alle publizierten Mitteilungen und amtlichen Publikationen vom Baugesuch bis zur amtlichen Todesanzeige auch auf Papier zukommen. Was online publiziert wird, erreicht somit auch offline die interessierten Kreise.

Philipp Gemperle, Leiter Kommunikation der Stadt Wil

Philipp Gemperle, Leiter Kommunikation der Stadt Wil

«Wir möchten klarstellen, dass die Bevölkerung die amtlichen Mitteilungen weiterhin auch in einer Print-Version beziehen kann», sagt Philipp Gemperle, Leiter der Fachstelle Kommunikation, auf Nachfrage. Die negativen Reaktionen hätten gezeigt, dass dieser Punkt offensichtlich unklar gewesen sei.

Gemäss der Stadt überwiegen indes die positiven Reaktionen auf diesen Schritt der Digitalisierung. Die neuen Kommunikationskanäle seien auf positives Echo gestossen, heisst es im Communiqué. Gemperle spezifiziert:

«Natürlich gab es negative erste Reaktionen, aber die überwiegende Mehrheit war positiv.»

In den ersten zwei Wochen hätten bereits mehr als 250 Personen den Whatsapp-Newsletter abonniert.

Whatsapp als meistgenutzte App

Doch warum setzt die Stadt unter anderem auf die Nachrichten-Applikation Whatsapp? «Wir stützen unseren Entscheid auf die Medienanalyse ‹Swiss Media Use Index›», sagt Gemperle. Dieser ist eine jährlich durchgeführte Studie einer internationalen Werbeagentur, die das Mediennutzungsverhalten von 2000 Personen zwischen 14 und 69 Jahren in der West- und Deutschschweiz analysiert. Gemäss dieser liegt Whatsapp klar auf dem ersten Platz der meistgenutzten Apps. «So können am meisten Leute erreicht werden», sagt Gemperle. Die regionalen Printmedien, Radiostationen und Fernsehsender beliefert Wil weiterhin mit Medienmitteilungen.

Ob nun die Wellen der Aufregung zurückgehen und zu einem Sturm im Wasserglas verkommen, wird sich zeigen. Hängig ist seit Donnerstag die eingereichte Motion von Erwin Böhi.

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