Mit leuchtenden Laternen durchs Dorf

Die Pfarrei Jonschwil feierte ihren Kirchenpatron St. Martin. Die Kinder sangen Lieder und zogen mit Laternen durch das Dorf. Auf dem Kirchenplatz wurde die Szene gespielt, wie der Heilige seinen Mantel mit einem Bettler teilt.

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Auch St. Martin, hoch zu Pferd, fand sich vor der Pfarrkirche ein. (Bild: pd)

Auch St. Martin, hoch zu Pferd, fand sich vor der Pfarrkirche ein. (Bild: pd)

JONSCHWIL. Dem heiligen Martin, einem Offizier aus römischer Zeit, sind viele Kirchen geweiht. Auch die Pfarrkirche in Jonschwil. Er lebte zwischen 316 und 397. Der Name Martin leitet sich vom römischen Kriegsgott Mars her. Der Heilige war Sohn eines römischen Offiziers und daher nach römischem Gesetz verpflichtet, im römischen Heer zu dienen. Noch ehe Martin sich taufen liess, teilte er am Stadttor von Amiens seinen Mantel mit einem Bettler. In der Nacht hatte er einen Traum, in dem Christus sich als der Bettler zu erkennen gab, den Martin bekleidet hatte.

Zum siebtenmal organisierten am Dienstagabend die Kindergärtnerinnen von Jonschwil, zusammen mit Martin Betschart, zum Martinsfest einen Lichterumzug durch das Dorf.

Hoch zu Pferd

Zahlreich waren sie gekommen, die Kinder des Kindergartens, der Unterstufe und der Spielgruppe, die meisten in Begleitung ihrer Eltern. Auch St. Martin, hoch zu Pferd, fand sich bei Dunkelheit vor der Pfarrkirche ein. Diakon Peter Schwager erzählte die Geschichte des Heiligen. Während die Kinder die Lieder sangen, leuchteten die Laternen in die Nacht hinein. Dieses Licht wurde durch das Dorf zu den Menschen getragen, die sich über den Besuch freuten. Im Anschluss wurde auf dem Kirchplatz die Szene gespielt, wie St. Martin mit dem Bettler den Mantel teilte. Alle Kinder erhielten zum Abschluss ein Brötchen und erfüllt durch das Martinslicht gingen sie frohen Mutes nach Hause.

Erlös geht an Pfarreiprojekt

Ursprünglich wurde jährlich ein Räbäliechtliumzug durchgeführt, seit 2007 schliesst sich St. Martin, der Kirchenpatron und dargestellt im Gemeindewappen, dem Umzug an. Der Erlös des Punchverkaufes wurde dem Pfarreiprojekt auf den Philippinen gespendet. (pd)

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