Mit Legislaturzielen auf Kurs

Für die laufende Amtsperiode hat der Jonschwiler Gemeinderat eine Reihe von Zielsetzungen festgelegt. Seine Zwischenbilanz sieht positiv aus: Die gesetzten Ziele seien mehrheitlich erreicht worden.

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Der im Bau befindliche Kreisel bei der Thurbrücke soll den Verkehrsfluss positiv beeinflussen. (Bild: stu.)

Der im Bau befindliche Kreisel bei der Thurbrücke soll den Verkehrsfluss positiv beeinflussen. (Bild: stu.)

jonschwil. Da man bereits im dritten Amtsjahr der Legislaturperiode steht, hat der Gemeinderat den Zwischenstand der Zielerreichung beurteilt. Laut Gemeindepräsident Stefan Frei hat sich die Gemeinde das Motto «lebendig und innovativ» gegeben. Die Agglomerationsgemeinde Jonschwil habe in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum erlebt, was sich im Wachstum der Bevölkerung und in der steigenden Anzahl von Arbeitsplätzen niederschlage. Bei den fünf wichtigsten, übergeordneten Zielen gelangte der Gemeinderat zu folgender Beurteilung.

Bildung, Arbeiten und Leben

Eines der Ziele lautete, attraktive Bedingungen in Bezug auf Bildung, Arbeiten und Leben für alle Altersschichten zu bieten. Diese Zielsetzung hält der Gemeinderat für weitgehend erreicht. Das Vereinsleben werde nach wie vor als lebendig und positiv eingestuft. Die Bildungsmöglichkeiten für die Schüler seien lokal und regional auf qualitativ gutem Niveau, und die Lebensqualität insgesamt dürfe als sehr gut eingestuft werden. Als Negativpunkt wertet der Gemeinderat die gestiegene Verkehrsbelastung. Bei den lokal erhältlichen Dienstleistungen gab es mit der Rückstufung der Post Jonschwil in eine Agentur eine kleine Verschlechterung, während andere Dienstleistungsbetriebe eher ausgebaut haben.

Sanftes Wachstum

«Aufgeschlossen sein für sanftes Wachstum, Eintreten für einfache und effiziente Strukturen» war eine weitere Zielsetzung. Das Wachstumsziel von 1,5 Prozent pro Jahr sei «erreicht worden, soll und darf aber nach Auffassung des Gemeinderates in den nächsten Jahren leicht reduziert werden. In Bezug auf die Strukturen beurteilt der Gemeinderat diese trotz des Wachstums der letzten Jahre als einfach und effizient.

Schliessung des Bahnhofs

In Bezug auf das Zur-Verfügung-Stellen von Wohnbauland wurde das Ziel laut Mitteilung des Gemeinderates ebenfalls erreicht. Beim öffentlichen Verkehr müsse leider die baldige Schliessung des Bahnhofs Schwarzenbach hingenommen werden. Positiv sei zu vermerken, dass nun in den Morgen- und Abendstunden ein Halbstundentakt beim Bus angeboten wird.

Neuer Thurkreisel

Zur Verbesserung der Fahrplanstabilität hat der Kanton Projekte in Ausarbeitung. «Der neue Kreisel Thurbrücke wird für den Verkehrsfluss positiv sein», schreibt der Gemeinderat. Laut Stefan Frei wird der Lastwagenverkehr trotz Aldi-Verteilzentrum nicht zunehmen, sondern sich besser verteilen, als es zurzeit mit dem Schwerverkehr des Kieswerks der Fall sei. Im finanziellen Bereich setzte sich der Gemeinderat die schrittweise Senkung des Steuerfusses zum Ziel: Mit drei Senkungen in den Jahren 2008, 2009 und 2010 sei dieses Ziel «sehr gut» erreicht worden.

Einheitsgemeinde in Prüfung

Die Prüfung der Bildung einer Einheitsgemeinde auf Anfang 2013 ist laut Gemeinderat auf Kurs, auch wenn kurzzeitig der Zeitplan angepasst werden musste.

«In den einzelnen Ressorts wurde eine Vielzahl von Zielen festgelegt, die ebenfalls bereits mehrheitlich erreicht wurden», hält der Gemeinderat fest. Darunter fallen beispielsweise Projekte wie die Beschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges für die Feuerwehr, die Fusion des Spitex-Vereins mit umliegenden Organisationen, zahlreiche Strassensanierungen, die Neuorganisation der Grünabfuhr und die Bekämpfung von invasiven Pflanzen.

Der Gemeinderat sieht gute Chancen, um die begonnenen Projekte in der laufenden Amtsdauer zu Ende zu bringen. Im Verlaufe des Jahres 2012 werden die Zielsetzungen für die nächste Amtsdauer 2013 bis 2016 erarbeitet. (gk./stu.)