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Mit Kribbeln im Bauch zur Schule: Im Matt-Schulhaus in Wil ist fast alles neu

An diesen Montag werden sich viele Kinder noch lange zurückerinnern: Für viele war es nämlich der erste Schultag. Im Wiler Matt-Schulhaus sind nicht nur einige Schüler neu, sondern auch zwei Lehrerinnen und der Schulleiter selbst.
Angelina Donati
Tobias Mattes ist der neue Schulleiter des Matt-Schulhauses in Wil. (Bilder: Angelina Donati)

Tobias Mattes ist der neue Schulleiter des Matt-Schulhauses in Wil. (Bilder: Angelina Donati)

«Um 7 Uhr morgens war es im Schulhaus noch sehr ruhig», erzählt Tobias Mattes, der neue Schulleiter der Primarschule Matt. Das aber änderte sich schlagartig, als knapp eine Stunde später die rund 200 Schülerinnen und Schüler ins Gebäude strömten. «Kinder bringen richtig Leben ins Haus», freut sich Tobias Mattes, der mit seiner Frau selbst ein Mädchen und ein Junge im Primarschulalter hat.

Rasch ging dann das Getuschel los: «Das ist der Herr Mattes, der neue Schulleiter, oder?», flüsterten die Kinder einander ins Ohr. Denn im Matt-Schulhaus sind nicht nur die Erstklässler neu, sondern auch zwei Lehrerinnen und der Schulleiter. Einige Kinder sprechen den neuen Chef des Hauses gleich selbst an und begrüssen ihn freundlich.

Der herzliche Empfang macht denn auch die Situation für den Schulleiter um einiges leichter. Schliesslich ist für ihn alles neu. «Ich bin kribbelig. Für mich fühlt es sich so an, als würde ich zum ersten Mal zur Schule gehen», sagt der 43-Jährige. Mit Beginn dieses Schuljahres tritt er die Nachfolge von Ruedi Blumer an, der die Funktion als Schulleiter 17 Jahre lang innehatte und in die Frühpension ging.

Für Mattes ist die Führungsposition Premiere. Über 20 Jahre lang war er als Lehrer tätig zuletzt in Speicher. Mit seinem Team könne er sich äusserst glücklich schätzen: «Alle sind sehr hilfsbereit und denken mit.» Erste Einblicke hat Mattes bereits in den vergangenen Monaten sammeln können, als er das Matt immer wieder mal besuchte und sich mit seinem Vorgänger austauschte. Dennoch werde es wohl eine Weile dauern, bis er festen Fuss fassen werde, wie er weiter sagt.

Im Schulhaus sofort wohl gefühlt

Zum ersten Mal in seiner Karriere unterrichtet er nicht mehr. Wird ihm das nicht fehlen? «Momentan gibt es so viel Spannendes und Neues, dass ich gar keine Zeit habe, daran zu denken und es zu vermissen», sagt er. Mit ruhigen Schritten geht Tobias Mattes durch das Gebäude. «Hell, frisch, freundlich», beschreibt er das Primarschulhaus. Die Anlage sei ausserdem sehr grosszügig konzipiert, was ihm ebenfalls zusage. «Ich fühle mich hier sehr wohl.»

Kaum in Sichtweite des Pausenplatzes angelangt, kommt auch schon der erste Schüler auf den neuen Schulleiter zugerannt. «Darf man auf dem Pumptrack auch mit dem Velo statt mit dem Trottinett fahren?», will der Junge wissen. Die hügelige kleine Piste, die die Stadt Wil auf dem Pausenplatz aufgestellt hat, ist natürlich schon am ersten Tag nach den Sommerferien sehr gefragt. Bis Ende August soll der Pumptrack bleiben, ehe die Piste bei einem anderen Schulhaus zu stehen kommen soll.

Matt und Mattes sorgt für Schmunzler

Dieser Morgen war auch für Geldona Agushi aus St. Gallen ein ganz besonderer. Soeben hat die 23-Jährige die Ausbildung zur Lehrerin an der Pädagogischen Hochschule abgeschlossen und darf nun zum ersten Mal im Matt-Schulhaus unterrichten. Sie macht die Stellvertretung der vierten Klasse für ein Schuljahr. «Mega läss», sagt sie und strahlt über das ganze Gesicht. Sie war nicht einmal gross nervös, wie sie weiter erzählt. «Die Freude der Kinder ist riesengross – und sie überträgt sich auf mich.» So bereite ihr die Arbeit gleich doppelt Freude.

Das freudige Gefühl kommt auch bei den Kleinsten zum Ausdruck. Bei der Eröffnungsfeier wird lautstark mitgesungen und hin- und hergeschaukelt. Die neuen Gesichter, die Erstklässler, wurden ausserdem auf der Bühne begrüsst und bekamen einen bunten Stift in die Hand gedrückt. Sie alle hätten sich sehr auf den Schulunterricht gefreut, wie sie im Nachgang an die Feier sagen. «Ich möchte bis auf 100 zählen und noch viel weiter», sagt etwa die 6-jährige Soraya. «Und Rechnen gefällt mir.» Auch Elias, der noch in diesem Monat sieben Jahre alt wird, ist vom Rechnen begeistert. Ausserdem möchte er jede Menge Bücher lesen, wie er sagt.

Die Erstklässler werden auf der Bühne begrüsst und erhalten einen Stift.

Die Erstklässler werden auf der Bühne begrüsst und erhalten einen Stift.

Wie kommt es eigentlich, dass der Schulleiter und das Schulhaus nahezu Namensvettern sind? «Es passt einfach. Aber das war natürlich reiner Zufall», sagt Tobias Mattes und lacht. «Als es mir bewusst wurde, musste ich selber schmunzeln.» Nebst dem, dass es auch künftig für den einen oder anderen Schmunzler sorgt, hat es einen praktischen Nebeneffekt: Der Name des neuen Chefs des Hauses bleibt haften.

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