Mit Herzblut und Engagement

Mittagstisch und Randzeitenbetreuung sind in Münchwilen neu organisiert worden. Kürzlich konnte sich die Bevölkerung mit eigenen Augen ein Bild von den Räumlichkeiten machen und sich über das Angebot informieren.

Peter Mesmer
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Die selbst gebastelten Geschenks-Gegenstände fanden bei den Besuchern regen Absatz. (Bild: mes.)

Die selbst gebastelten Geschenks-Gegenstände fanden bei den Besuchern regen Absatz. (Bild: mes.)

Münchwilen. Das neu aufgegleiste Projekt «Mittagstisch und Randzeitenbetreuung» steht unter der gemeinsamen Trägerschaft von Volksschulgemeinde und der Politischen Gemeinde Münchwilen. Der Start erfolgte Anfang dieses Jahres. Die kindergerecht eingerichteten Räumlichkeiten befinden sich in der alten Strumpffabrik Münchwilen. Eigens für das Projekt wurde ein Verein «Strumpfi» gegründet.

Wer die Dienstleistungen Mittagstisch und Randzeitenbetreuung in Anspruch nehmen will, muss dem Verein beitreten. Die Führungsriege bilden Gemeinderätin Petra Sewo und Schulbehördemitglied Jacqueline Fankhauser. Die operative Führung liegt bei der Geschäftsführerin Rosanna Schmidlin und ihrem Team.

Loslösung vom Zwergenland

Bisher waren die Angebote Mittagstisch und Randzeitenbetreuung in die Spielgruppe Zwergenland integriert, welche ebenfalls in der ehemaligen «Strumpfi» eingemietet ist.

Die grosse Nachfrage liess sich aber kaum mehr bewältigen. Ein neues Konzept und eine Loslösung vom Zwergenland waren deshalb die richtige Lösung für die Verantwortlichen. So sieht das auch Münchwilens Gemeindeammann Lorenz Liechti: «Ich bin froh, dass wir in unserer Gemeinde jetzt ein solches Angebot haben. Für potenzielle Neuzuzüger kann es ein wichtiger Aspekt sein, um Münchwilen als neuen Wohnort auszuwählen.

» Schulvertreterin Jacqueline Fankhauser freut sich vor allem über den breiten Rückhalt, den der Verein geniessen dürfte: «Keine Frage, dass diese Form der Betreuung heute einem grossen Bedürfnis entspricht, bestens etabliert ist und von kaum jemandem mehr in Frage gestellt wird.»

Gemeinderätin Petra Sewo hofft, dass der Verein «Strumpfi» irgendwann selbsttragend geführt werden kann: «Aller Anfang ist schwer, ohne Unterstützung der öffentlichen Hand geht es nicht.

Langfristig muss aber die finanzielle Machbarkeit gewährleistet sein.» Jacqueline Fankhauser war es ein grosses Anliegen, der Geschäftsführerin und den Mitarbeiterinnen einen Dank auszusprechen: «Es ist eine grosse Freude zu beobachten, mit wie viel Herzblut, Liebe und Engagement sich die Frauen um die Kinder kümmern.»

Erfreut über das Interesse

Kürzlich fand nun ein «Tag der offenen Tür» in den Betreuungsräumen statt. Eingeladen war die ganze Münchwiler Bevölkerung.

Die Kinder und das «Strumpfi»-Team verkauften Getränke, Hot-Dogs, Kuchen und selbst gebastelte Geschenke. Das Interesse der Münchwiler war gross. Bei geselligem Zusammensein konnte man sich aus erster Hand informieren. Die drei Damen des Vereinsvorstands und ein grosser Teil der Mitarbeiterinnen standen für alle Fragen zur Verfügung.

Geschäftsführerin Rosanna Schmidlin zeigte sich denn auch sehr erfreut über die grossartige Resonanz: «Schön, dass so viele Menschen gekommen sind.» Das Angebot ist für Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren gedacht. Geöffnet hat der Verein «Strumpfi» täglich, ausser Mittwoch, Samstag und Sonntag. Ziel sei es aber, dieses Angebot zukünftig noch zu erweitern, erklärte Rosanna Schmidlin.