Mit Erdgas zum Minergiestandard

Die Stadtwerke Gossau, die Technischen Betriebe Flawil, Wil und Uzwil haben eines gemeinsam: Sie setzen auf Erdgas. Am «Marktmittler-Event» in Flawil wurde für «die freundliche Energie» geworben.

Andrea Häusler
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Rund 40 Vertreter von 28 Unternehmen liessen sich am «Marktmittler-Event» der regionalen Technischen Betriebe informieren. (Bild: Andrea Häusler)

Rund 40 Vertreter von 28 Unternehmen liessen sich am «Marktmittler-Event» der regionalen Technischen Betriebe informieren. (Bild: Andrea Häusler)

FLAWIL. Mit Erdgas lässt sich konventionell heizen, bivalent unter Einbezug von Solaranlagen und effizient als Heizblockkraftwerk mit Stirlingmotor. Genauso gut aber eignet es sich zum Grillen – dies wurde am «Marktmittler-Event» der regionalen Energielieferanten auf dem Gelände der Technischen Betriebe Flawil bewiesen. Letzteres allerdings erst im Anschluss an den informativen Teil, in dem die Vorteile des Energieträgers Erdgas anhand verschiedenster Beispiele hervorgehoben wurden. Das Fazit: heizen mit Erdgas ist einfach, effizient, platzsparend und, dank moderner Systeme, den steigenden Ansprüchen an energiesparendes Heizen gewachsen.

Vorzeigebeispiel ist die Überbauung Nelkenpark in Uzwil, die von der Serenity Immobilien AG realisiert wird und mit einem Erdgasheiz-System den angestrebten Minergiestandard erreicht. Architekt Felix Schmuckli umriss in seinem Kurzreferat die Gründe für die Wahl von Erdgas und die Herausforderungen, mit denen sich die Planer konfrontiert sahen. Realisiert wird ein bivalentes System mit thermischer Solaranlage für die (teilweise) Erwärmung des Brauchwassers, einer effizienten Lüftungsinstallation und einer auf die Haustechnik abgestimmten Gebäudehülle. Schmuckli sprach von einem idealen Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Nicht nur die Kosten-Nutzen-Bilanz, sondern auch das Experimentieren mit der Technik steht bei der stromerzeugenden Gasheizung des Leiters der Technischen Betriebe Uzwil, Marcel Gähwiler, im Vordergrund. Anhand von Statistiken zeigte er die Leistung und Effizienz des Stirling-Blockkraftwerks an warmen oder kalten Tagen auf. Die Anlage sei im vergangenen Winter nur über den Stirlingmotor gelaufen, sagte er. Das Gas-Brennwertgerät zur Abdeckung von Spitzen sei nicht zum Einsatz gekommen. Allerdings habe man auch milde Wintermonate gehabt. Den Strombedarf seiner dreiköpfigen Familie hätte er aus der Eigenproduktion decken können.

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