Mit einem Fokus auf die Fernwärme

Der Kirchberger Gemeinderat hat Michael Sutter zum neuen Präsidenten der Energiekommission für den abtretenden Donat Ledergerber gewählt. Sutter wird sich auch beim Fernwärmeprojekt mit der Stadt Wil beteiligen – als Co-Präsident der entsprechenden Interessengemeinschaft.

Beat Lanzendorfer
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Donat Ledergerber (links) übergibt die Unterlagen Michael Sutter, dem neuen Präsidenten der Kirchberger Energiekommission. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Donat Ledergerber (links) übergibt die Unterlagen Michael Sutter, dem neuen Präsidenten der Kirchberger Energiekommission. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

KIRCHBERG. Bekanntlich tritt Donat Ledergerber am 1. Juni die Nachfolge von Roman Wüst als Generalsekretär des Gesundheitsdepartementes an. Er wird seine Arbeit in der Kantonshauptstadt bereits im Februar aufnehmen, um sich das nötige Wissen bis zur Amtsübergabe Mitte Jahr anzueignen.

Rücktritt als Gemeinderat

Die berufliche Neuausrichtung bewog den 48-Jährigen nach gut dreijähriger Amtszeit zum Rücktritt als Gemeinderat per Ende Februar 2015. Die Ersatzwahl findet im Juni statt, ein eventueller zweiter Wahlgang erfolgt im Herbst. Als Mitglied der Exekutive präsidierte Donat Ledergerber die Energiekommission sowie die Soziale Fachstelle Unteres Toggenburg. Im weiteren war er Mitglied der Jugendkommission, Vertreter im Verein Psychomotorik und in der regionalen KES-Behörde. Zu guter Letzt Delegierter der Fachkommission schulische Sozialarbeit. Dem Gemeinderat war es ein Anliegen, im Vorsitz der Energiekommission kein Führungsvakuum entstehen zu lassen, und er wählte vor kurzem den Bazenheider Gemeinderat Michael Sutter zum neuen Präsidenten der Energiekommission. Er gehört seit Dezember 2010 dem Gemeinderat an, präsidiert bis anhin die Betriebskommission Mehrzweckgebäude Ifang, Bazenheid, und ist Mitglied der Begleit-, Einbürgerungs-, Sozial- und Abwasserkommission. Zusätzlich ist er Delegierter der Suchtberatungsstelle Wil sowie der regionalen KES-Behörde.

Die speditive Wahl erfolgte darum, weil in den kommenden Monaten wichtige Entscheide anstehen. Darunter das Projekt Fernwärme in Bazenheid, das von der örtlichen Dorfkorporation vorangetrieben wird und baulich sowie finanziell unter der Leitung der RWT (Regionalwerk Toggenburg) steht. In diesem Zusammenhang weist die Dorfkorporation Bazenheid auf den Informationsabend vom 16. Februar in der Mehrzweckhalle Ifang, Bazenheid, hin. Als Mitglied der Interessengemeinschaft Fernwärme Kirchberg/Wil (IGF) nimmt die Energiekommission eine wichtige Unterstützungs- und Beraterfunktion ein. Michael Sutter wird in der IGF auch das Co-Präsidium von Donat Ledergerber übernehmen und dieses zusammen mit dem Wiler Daniel Meili ausüben.

Label «Energiestadt»

Gut 360 Städte und Gemeinden dürfen sich bereits «Energiestadt» nennen. Seit dem 18. Juni 2013 gehört auch Kirchberg dazu. Das Label «Energiestadt» ist ein Leistungsausweis für Gemeinden, die eine nachhaltige kommunale Energiepolitik umsetzen. «Energiestädte» fördern erneuerbare Energien, umweltverträgliche Mobilität und setzen auf eine effiziente Nutzung der Ressourcen. «Energiestadt» ist ein Programm von «EnergieSchweiz» und ein Paradebeispiel dafür, wie mit verantwortungsvollem Handeln die Lebensqualität gesteigert und das Klima geschont wird. Gemeinden, die das Label «Energiestadt» tragen, durchlaufen einen umfassenden Prozess, der sie zu einer nachhaltigen Energie-, Verkehrs- und Umweltpolitik verpflichtet.

Letzter Arbeitstag

Donat Ledergerber, der während 23 Jahren als Sekundarlehrer an der Oberstufe Lerchenfeld unterrichtete, davon die letzten sieben als Schulleiter amtete, nimmt diese Woche den Marsch von seinem Wohnsitz zum Arbeitsplatz zum letzten Mal unter die Füsse.

Mit dem baldigen Ende des Schulsemesters an diesem Freitag endet auch Ledergerbers Tätigkeit an der Schulgemeinde Kirchberg, welche nach dem Entscheid der Bürger per 1. Januar 2017 zusammen mit der Politischen Gemeinde zur Einheitsgemeinde verschmelzen wird.