Mit der Leiter Personen gerettet

An der Schlussübung waren die Feuerwehrleute von Oberuzwil nochmals richtig gefordert. Für einige von ihnen war es der letzte Einsatz.

Ernst Inauen
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Über die Schiebeleiter werden Bewohner in Sicherheit gebracht. (Bild: Ernst Inauen)

Über die Schiebeleiter werden Bewohner in Sicherheit gebracht. (Bild: Ernst Inauen)

OBERUZWIL. Ein schöner Herbsttag bildete am Samstag den Rahmen für die letzte Zusammenkunft der Feuerwehr Oberuzwil in diesem Jahr. Die beiden Übungsleiter, Kommandant Roger Lindenmann und sein Vizechef Roland Kunz, wählten als Objekt für die Schlussübung eine Abbruchliegenschaft an der Dorfstrasse in Bichwil. Die abtretenden Offiziere Hauptmann Walter Dobler und Oberleutnant Markus Fehr bekamen nochmals Gelegenheit, ihr Können als Einsatzleiter zu beweisen.

Brand mit starkem Rauch

Die Übungsannahme ging von einem Brand in einem Wohnhaus mit angebauter Werkstatt aus. Über die kantonale Alarmzentrale erfolgte das Aufgebot der Alarmstufe 1 für die Gesamtfeuerwehr. Zudem wurde der regional einsetzbare Hubretter aus Uzwil aufgeboten. Vom Brandausbruch in der Werkstatt drohte ein Übergriff ins Wohnhaus. Starker Rauch breitete sich im ganzen Gebäude aus.

Sowohl in der Werkstatt als auch im Wohnhaus waren Hilfeschreie zu hören. So ordnete der Einsatzleiter als erste Massnahme die Personenrettungen an. Über die Schiebeleiter konnten mehrere Personen in Sicherheit gebracht werden. Sie wurden in einem Verwundetennest betreut, bis das Notfallfahrzeug eintraf. Gleichzeitig legten andere Trupps mehrere Leitungen zur Brandbekämpfung. Mit Atemschutzgeräten ausgerüstet, drangen die Feuerwehrleute zum Brandherd vor. Vom Hubretter aus wurde mit Wassereinsatz ein Übergriff von der Werkstatt ins Wohnhaus verhindert.

Zufriedener Kommandant

Gegen den starken Rauch kam der Überdrucklüfter zum Einsatz. Mit vereinten Kräften konnte der Brand schliesslich unter Kontrolle gebracht werden. Nach Übungsabbruch rief der Kommandant Mannschaft und Kader zu einer Besprechung zusammen. Er beurteilte die Aufgabe als erfüllt und attestierte ihnen gute Arbeit und Einsatz. Dennoch brachten er und sein Co-Übungsleiter einige Kritikpunkte an, die für zukünftige Einsätze zu befolgen seien.