Mit der Kobesenmühle verbunden

NIEDERHELFENSCHWIL. Verena Lehmann, die älteste Einwohnerin von Niederhelfenschwil, feierte jüngst ihren 95. Geburtstag. Die ehemalige Lehrerin sagt von sich, den wohl interessantesten Schulweg gehabt zu haben.

Vroni Krucker
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Verena Lehmann (Bild: Vroni Krucker)

Verena Lehmann (Bild: Vroni Krucker)

Als Tochter des Künstlers Wilhelm Lehmann und seiner Gattin Klara verbrachte Verena als älteste von drei Kindern in der Kobesenmühle ihre Kinder- und Jugendzeit, geprägt von der Verbundenheit mit der Natur. «Kaum jemand hatte einen so interessanten und kurzweiligen Schulweg wie ich», sagte sie. Sie habe es genossen, die vier Jahreszeiten mit den Blumen, Sträuchern und Bäumen am Wegrand zu erleben. Die Jubilarin erkundete die weite Welt, damals ein sehr anspruchsvolles Unterfangen. Zunächst ging es ins Welschland, um Französisch zu lernen. Es folgten Ausbildungsreisen nach England und Schweden. Es entstanden Kontakte, die zum Teil bis heute bestehen.

Vielseitig ausgebildet

Die junge Frau erlernte unter anderem das textile Handwerk, vor allem das Weben. Sie unterrichtete während elf Jahren an einer heilpädagogischen Schule in St. Gallen und erlernte nebenher den Beruf der Kindergärtnerin. Ein leises Heimweh hat sie aber immer geplagt – und so fand sie nach Lehr- und Wanderjahren den Weg zurück in die Kobesenmühle. Mit Begeisterung stellte sie ihr Können in den Dienst vieler Niederhelfenschwiler Kinder.

Naturgarten als Anliegen

Noch heute kommen ab und zu Ehemalige vorbei oder suchen sich die Kobesenmühle als Hintergrund für Hochzeitsfotos. In den vergangenen Jahren engagierte sie sich für die Ausstellung über das Leben und Wirken ihres Vaters. Besonders am Herzen lag und liegt ihr das Bijou der Kobesen, der Naturgarten.