Mit dem längeren Atem

Der EHC Uzwil gewinnt das Derby auswärts gegen den EC Wil klar und deutlich mit 0:5 (0:1, 0:2, 0:2). Die Uzen waren dabei vor allem in der zweiten Spielhälfte hoch überlegen und setzten sich verdient durch.

Remo Beerli
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Die Uzwiler zeigten sich vor dem gegnerischen Tor effizienter als ihr Gegner. (Bild: uno.)

Die Uzwiler zeigten sich vor dem gegnerischen Tor effizienter als ihr Gegner. (Bild: uno.)

Eishockey. Am Ende war das Verdikt klar. Der aufgrund der Tabelle favorisierte EHC Uzwil setzte sich erwartungsgemäss durch. In den zweiten 30 Minuten präsentierte sich das Spielgeschehen genauso eindeutig wie das Resultat. Die Habichte waren körperlich stärker, wirkten frischer und dominierten den Gegner fast schon nach Belieben. Auch Massimo Diem, dem Assistenztrainer des EHC Uzwil, gefiel der kompakte Auftritt seines Teams: «Jeder Einzelne hat 60 Minuten lang konsequent gearbeitet, und auch die <Drecksarbeit> wurde bis zum Schluss erledigt.»

Überragender Hutter

Die Wiler hätten das Spiel jedoch zu Beginn in ganz andere Bahnen lenken können. Die Bären starteten schwungvoll in die Partie und konnten auch gleich früh dreimal im Powerplay spielen. Die Gastgeber kamen dabei zu hochkarätigen Chancen. Doch Fisch, Mäder und Filli scheiterten allesamt am immer wieder stark reagierenden Oliver Hutter, der für den an Grippe erkrankten Gallmann im Uzwiler Tor stand.

Auch Gianni Dalla Vecchia, der Trainer des unterlegenen EC Wil, trauerte nach dem Spiel diesen vergebenen Möglichkeiten nach: «Wir hätten unsere vorhandenen Chancen im ersten Drittel unbedingt nutzen sollen, denn dann hätte sich das Spiel ganz anders entwickelt. Der gegnerische Torhüter hat aber sehr stark gespielt und uns fast zur Verzweiflung gebracht.»

Kurz vor der ersten Pause wurden die Äbtestädter dann für ihre Nachlässigkeiten im Abschluss bestraft. Phillipp Aerni brachte nach einer schönen Einzelaktion den EHC Uzwil in Führung. Zu Beginn des zweiten Abschnitts hatten beide Mannschaften ihre Möglichkeiten, so verpassten Kaiser und Lüthi den Ausgleich für das Heimteam. Bei Spielhälfte erzielte dann aber Brasser in Überzahl das wichtige 0:2 für die Uzwiler.

Von diesem Moment an übernahmen die Uzen das Spieldiktat und begannen das Spiel allmählich zu dominieren. Kurz vor der zweiten Pause konnte dann Da Costa mit einem etwas glücklichen Ablenker auf 0:3 erhöhen.

Keine Reaktion

Im Schlussabschnitt hätten die Zuschauer im Bergholz eine Reaktion der Bären erwartet. Diese blieb jedoch aus.

Gianni Dalla Vecchia versuchte noch einmal seine zwei besten Reihen zu forcieren, damit hatten die Wiler jedoch erst recht zu wenig Durchschlagskraft gegen die Uzwiler, die bis zum Schluss mit vier Sturmlinien durchspielten. So konnten Sanz und Brasser noch zum 0:5-Schlussstand erhöhen. Oliver Hutter sicherte sich bei einem seiner seltenen Einsätze den Shutout, was auch Massimo Diem sehr gefiel: «Wir wissen jetzt, dass wir keinen zweiten sondern nur einen 1A- und einen 1B-Goalie haben.»

EC Wil – EHC Uzwil 0:5 (0:1, 0:2, 0:2) Bergholz – 740 Zuschauer – Sr. Unterfinger (Cali, Ambrosetti). Strafen: 7 mal 2 Min. gegen Wil, 9 mal 2 Min. und einmal 10 Min. gegen Uzwil. Tore: 17. Aerni (Ausschluss Hohl und Krüsi) 0:1, 32. Brasser (Da Costa, Ausschluss Hohl) 0:2, 40. Da Costa (Laager, Ausschluss Maier) 0:3, 54. Sanz (Lüthi) 0:4, 58. Brasser (Schüepp) 0:5. EC Wil: Fankhauser; Mäder, Kaiser; Maier, Steffen; Schwarz, Hohl; Scherrer, Steimer, Fisch; Lüthi, Lipp, Fontana; Diethelm, Filli, Steinegger; Köfer. EHC Uzwil: Hutter; Müller, Sanz; Laager, Rüfenacht; Klopfer, Bischof; Krüsi, Ammann, Tanner; Brasser, Da Costa, Schüepp; Aerni, Homberger, Dürr; Sinnathurai, Locher, Steiner. Bemerkungen: Wil ohne Bahar (verletzt). Uzwil ohne Breitenmoser und Gschwend (beide verletzt).

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