Mit dem Chor am Zytglogge-Turm

Reise des Frauenchors Liederkranz nach Bern. Ziel der diesjährigen Frauenchorreise war die Bundeshauptstadt Bern. Das «7-Uhr-Postauto» brachte achtzehn frohgelaunte Sängerinnen und ihren Dirigenten nach Flawil.

Drucken
Teilen

Reise des Frauenchors Liederkranz nach Bern.

Ziel der diesjährigen Frauenchorreise war die Bundeshauptstadt Bern. Das «7-Uhr-Postauto» brachte achtzehn frohgelaunte Sängerinnen und ihren Dirigenten nach Flawil. Dort wurden die im Zug reservierten Plätze eingenommen und die Fahrt nach Bern konnte beginnen. Schon nach zwei Stunden traf der Zug in Bern ein.

Dort wartete die Stadtführerin Monika Gerber, eine Freundin der Präsidentin, auf die muntere Schar und wies den Weg zu «Leo's Stadtbeck», wo Kaffee und Gipfeli und weiteres Gebäck schon bereitstanden. Beim Namen Leo klingelt es sicher bei allen Degersheimerinnen: «Das ist doch eines der vielen Cafés von Leo Stolz!»

Stadtrundgang

Um 10 Uhr begann der Stadtrundgang.

Besonders die berühmten Brunnen der Stadt wurden vorgestellt: Pfeiferbrunnen, Schützenbrunnen, Zähingerbrunnen, Gerechtigkeitsbrunnen, Mosesbrunnen, Kindlifresserbrunnen …, um nur einige zu nennen. Auf dem Bundeshausplatz herrschte ein reges Treiben, es war Markt. Etwas vor elf Uhr gesellten sich die Reisenden zu den vielen anderen Touristen am Zytglogge-Turm, um das Figurenspiel des Stundenschlags zu bestaunen.

Zuerst kräht der Hahn, dann kreist ein Bärenreigen, Symbol der Stadtwache, ein Narr schlägt die Stunde an seine zwei Glöcklein. Dann kräht der Hahn zum zweiten Mal, Chronos, der Gott der Zeit, dreht seine Sanduhr, der goldene Glockenschläger Hans von Thann schwingt seinen Hammer und führt die elf Glockenschläge aus, der Löwe, Symbol des Stadtgründers Berchtold von Zähringen quittiert jeden Schlag mit einer leichten Kopfdrehung, zum Schluss des Spektakels kräht der Hahn ein drittes Mal.

Danach führte der Weg zum Münster mit seinem markanten Eingangstor. Der Turm war eingerüstet, der Sandstein ist ein Material, das stark verwittert, so dass oft restauriert werden muss. Weiter ging's zum Handwerkermarkt, wo verschiedene Handarbeiten verkauft wurden. Da hätte man noch lange verweilen können, doch der Tag hat ja nur 24 Stunden. Der Bärengraben stand noch auf dem Programm, war ja klar. Mit dem Bus ging's dann zum Mittagessen im Café Aarbergerhof.

Auf der Speisekarte standen französische, spanische, italienische, arabische, türkische, indische und balkanische Spezialitäten, da hatte man wirklich die Qual der Wahl. Nach dem Essen war noch etwas Zeit für freien Ausgang, den alle nach Lust und Laune gestalten konnten. Um halb vier Uhr ging es mit dem Tram ab Hauptbahnhof zur Gurtenbahn.

Im Tram fand sich auch ein entführtes Hochzeitspaar, das sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu seiner Gesellschaft auf dem Gurten begeben musste.

Auf dem Gurten

Im Migros-Restaurant auf dem Gurten gab es Zvieri, wer wollte, konnte auf dem Aussichtsturm noch die herrliche Rundumsicht geniessen. Nur die drei grössten der Berner Alpen, Eiger, Mönch und Jungfrau, waren in Wolken gehüllt.

Nach einem Rundspaziergang auf dem Gurten ging's dann mit dem Bähnli wieder zurück zum Hauptbahnhof, von wo der «8-Uhr-Zug» die Gesellschaft wieder zurück nach Degersheim führte. Eine Sängerin sagte zum Schluss: «Also, ich war ja schon oft in Bern, aber dass das eine so schöne Stadt ist, habe ich nicht gewusst!» Damit waren sicher alle einverstanden, und es war auch ausgesprochen, dass dies das Verdienst der kompetenten Stadtführerin Monika Gerber war. Den Organisatorinnen der Reise, Trudi Schöb und Rösli Weber, sei deshalb gedankt. (mt.)