Mit Bier und Käse so richtig herzhaft Geschmack am Genuss gefunden

«Öfter mal was Neues» – das hätte das Motto des «Foodpairing»-Abends sein können, zu dem die Volkshochschule Wil einlud.

Christof Lampart
Hören
Drucken
Teilen
Bekanntes und Unbekanntes: Käsesommelier Kari Zurgilgen (links) und Biersommelier Christof Widmer (rotes Polo) entführten die Teilnehmenden in die Welt sinnlicher Genüsse.

Bekanntes und Unbekanntes: Käsesommelier Kari Zurgilgen (links) und Biersommelier Christof Widmer (rotes Polo) entführten die Teilnehmenden in die Welt sinnlicher Genüsse.

Bilder: Christof Lampart

Vorlieben sind höchst individuell. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen nicht einfach essen und trinken, um zu leben, sondern um zu geniessen. Aus diesem Trend heraus sind viele kleine Brauereien und Käsereien entstanden, wo man das Handwerk exzellent versteht. Das führt dazu, dass auch in Wil langsam, aber stetig die Genusskultur Einzug hält.

Mit Sommeliers auf Entdeckungsreise

Davon profitiert auch die Volkshochschule Wil. Sie bietet seit einiger Zeit sogenannte «Foodpairing»-Abende an. Am Samstag tat sie sich mit dem Fachgeschäft Widmer Bierspezialitäten und dem Niederhelfenschwiler Käsesommelier Kari Zurgilgen zusammen. Und weil sich über zwei Dutzend Personen für den «sensorischen Hammerkurs» – so eine Teilnehmerin zwischen den Gängen «Dinkel-Bier Bio/Büffel-Milch-Käse» und «Ale mit Wacholder/Schafskäse hart» lobend – anmeldeten, fand der Kurs bei Widmer Bierspezialitäten statt, wo genügend Platz für vier Sechsertische und für die schöne Präsentation von Bier und Käse vorhanden war.

Es ging um das Entdecken neuer Geschmäcker. Und so hatten die Biersommeliers Conny und Christof Widmer Biere ausgesucht, die den Käse «begleiten, aber nicht dominieren». Leicht malzige, mal grasige Noten, ab und an ein hopfiges Pale Ale, dann wieder ein Ale mit Rauchtee offenbarten sich als Genüsse, welche «den Weissschimmel mit Champignongeschmack» oder das «Tannin der Bergfichte» mal milderten, mal verstärkten, immer aber dazu beitrugen, dass der Genuss um eine weitere Geschmacksnote ergänzt wurde. Gewiss: Nicht alles schmeckte allen, aber die Lust aufs genussvolle Käseessen, die Zurgilgen augenzwinkernd als «die schönste Art, Milch zu trinken», bezeichnete, war allen anzumerken.

Bier und Käse in Gesellschaft geniessen

Doch es war nicht nur die vortreffliche Auswahl an Bier und Käse, es waren ebenso die gepflegte Geselligkeit und die interessanten Diskussionen, die den Abend zu etwas Besonderem werden liessen. So schloss den auch Kari Zurgilgen höchstzufrieden den Abend ab. «Ihr seid fantastisch, denn ihr habt euch die Zeit genommen, um Käse, Bier und die Gesellschaft miteinander zu geniessen: Und genau das ist es, worauf es bei solchen Genüssen ankommt.»