Missgunst ist ein schlechter Ratgeber

«Cevi sagt Pfadiheim den Kampf an», Ausgabe vom 12. Dezember

Daniel Schläpfer, Wil
Drucken
Teilen

Es erstaunt sehr, wie der CVJM Wil seiner «Partnerorganisation» Pfadi Wil in den Rücken fällt, wenn es darum geht, das Pfadiheim in Wil mit städtischer Hilfe neu aufzubauen. Statt sich darüber zu freuen, dass die Stadt ein ausgereiftes und mit viel ehrenamtlichem Aufwand vorbereitetes Projekt einer Jugendgruppe unterstützen will, schiesst der Präsident des Cevi mit seltsamen Argumenten gegen einen städtischen Beitrag. Ist der Neid dermassen stark im christlichen Verein?

Das Pfadiheim wird schon seit 60 Jahren durch die Pfadi Wil mit nicht wenig Aufwand betreut, wobei das Land im Baurecht schon damals zugesprochen wurde. Es wird hauptsächlich von Nutzern ausserhalb der Pfadi gemietet und ist die einzige günstige Gruppenunterkunft in Wil. Ein Beitrag der Stadt ist schon deshalb gerechtfertigt, zumal sich eine solche Unterkunft kommerziell nicht lohnt. Es steht auch dem Cevi frei, ein Projekt für die Allgemeinheit auf die Beine zu stellen, während Jahren in mühsamer Kleinarbeit alle Details abzuklären, die nötigen Mittel aufzutreiben und dann bei der Stadt um eine Kostenbeteiligung anzufragen.

Daniel Schläpfer, Wil

Aktuelle Nachrichten